Letztes Update am Mi, 03.08.2011 16:04

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Web und Tech

Illegale Downloads: Kärntner Schüler muss 50.000 Euro zahlen

Illegales Filesharing ist im Internet nach wie vor ein Problem. Das bekam laut einem Bericht der „Kleinen Zeitung“ auch ein Kärntner Schüler zu spüren.



Klagenfurt – Sie bieten schnellen und bequemen Zugang zu Musik- und Videodateien. Und sind in dennoch oft illegal. Kazaa, Gnutella, kino.at oder wie die Webseiten alle heißen, werden dann für die User zur Stolperfalle, wenn diese dort urheberrechtlich geschütztes Material tauschen.

Das kam in den letzten Jahren so massiv vor, dass die großen Konzerne längst nicht mehr mit Symbolbestrafungen zufrieden sind. Zur Abschreckung kommt es immer wieder zu Millionenklagen – auch Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.

Das musste jetzt nach einem Bericht der „Kleinen Zeitung“ auch ein Kärntner Schüler lernen. Wegen des illegalen Teilens von Musik- und Videodateien auf seiner Webseite wurde der Bursche von einem großen Musikkonzern verklagt. Denn als er die Daten auf seine Webseite stellte, hatte er plötzlich Zugriffe aus aller Welt.

Dadurch wurde das Landeskriminalamt auf die illegalen Aktivitäten aufmerksam, eine Hausdurchsuchung war die Folge. Die Eltern des Schülers fielen aus allen Wolken, als plötzlich die Polizei vor der Tür stand. Letztlich mussten sich die Kärntner mit dem Konzern auf einen Vergleich von 50.000 Euro einigen.

Der File-Sharing-Bereich ist im Internet immer noch eine Grauzone. Denn für das reine Downloaden kann man laut Verbraucherschützern nicht belangt werden – für das Bereitstellen und damit Verbreiten allerdings schon. Ungeklärt ist außerdem noch die Frage, ob man sich beim Ansehen von illegalen Fernsehstreams auch strafbar macht. Aber wie das Beispiel aus Kärnten zeigt, ist Vorsicht die Mutter der Porzelankiste. (tt.com)




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