Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 25.09.2015


Gesellschaft

Internationale Pflege für Schutzwald

Der Wald rund um die Höttinger Alm schützt Innsbruck vor Lawinen und Muren. Derzeit kümmern sich zwölf Freiwillige um Durch- und Aufforstung.

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© Buchner



Innsbruck – „Jeder sollte einmal im Leben einen Baum pflanzen“ – das ist das Motto von Roland Noichl, der derzeit als Gruppenleiter mit zwölf Freiwilligen auf der Höttinger Alm ist. Mehr als ein Baum wird dabei gepflanzt, schließlich führt die Gruppe im Rahmen des Bergwaldprojektes des Alpenvereins Pflege- und Schutzmaßnahmen auf der Innsbrucker Nordkette durch. Die zwölf Teilnehmer sind zwischen 22 und 72 Jahren und kommen aus Österreich, Deutschland, Luxemburg und Tschechien. Sie packen auf knapp 1500 Metern Seehöhe nicht nur ordentlich mit an, sondern erfreuen sich auch an der Natur und dem Alpenpanorama.

Ïyoshi Adam ist schon das dritte Mal dabei. Die 22-jährige Studentin hat sich entschieden, „den Bergwald nicht nur für die zahlreichen Sportaktivitäten zu nutzen, sondern ihn bei seinen verschiedenen Aufgaben zu unterstützen“. Das tut sie gemeinsam mit den anderen Teilnehmern, indem sie beispielsweise das Unkraut rund um Jungbäume wegschneiden, um ihnen mehr Platz zum Wachsen zu schaffen. Und das ist wichtig, denn der Wald rund um die Höttinger Alm hat eine zentrale Aufgabe: Er schützt die Stadt Innsbruck vor Lawinen und Muren und verhindert Bodenerosionen. Damit er diesen Funktionen weiterhin nachkommen kann, wird fleißig durch- und aufgeforstet.

Bereits zum sechsten Mal findet die Bergwaldwoche, die vom Oesterreichischen Alpenverein in Kooperation mit der Stadt Innsbruck organisiert wird, statt. Initiator Peter Kapelari betont: „Mit den Bergwaldprojekten wollen wir einfach ein Zeichen setzen, dass für uns als Alpenverein der Bergwald mit der Kulisse nicht nur ein Sportplatz, sondern uns wirklich lieb und wert ist.“ (TT)

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