Letztes Update am Do, 01.10.2015 10:00

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Exklusiv

Sichtbares Symbol der Tiroler Muslime für ihre Religion

Die geplante Errichtung eines Gebetsturmes in der Oberländer Marktgemeinde Telfs ließ vor zehn Jahren die Wogen über die Landesgrenzen hinaus hochgehen.

Das Minarett in Telfs: Der Gebetsturm wurde 2006 errichtet. Er verfügt über keine Lautsprecher. Auch ein Muezzin, der zum Gebet ruft, ist nicht zugelassen.

© Thomas Boehm / TTDas Minarett in Telfs: Der Gebetsturm wurde 2006 errichtet. Er verfügt über keine Lautsprecher. Auch ein Muezzin, der zum Gebet ruft, ist nicht zugelassen.



Telfs – Ursprünglich sollte er 20 Meter hoch in den Telfer Himmel ragen. Ohne Lautsprecher und ohne einen Muezzin, der regelmäßig zum Gebet ruft. Anfang Oktober 2005 befasste sich der Gemeinderat von Telfs mit dem Bauansuchen des türkisch-islamischen Vereins ATIB für einen Gebetsturm in der 15.000 Einwohner zählenden Marktgemeinde. Der damalige ATIB-Obmann Temel Demir begründete den Wunsch nach einem Minarett seinerzeit damit, ein sichtbares Zeichen für die Gebetsräume des Vereins setzen zu wollen. Von der Gemeindepolitik überwiegend – allen voran vom damaligen ÖVP-Bürgermeister Stephan Opperer – wohlwollend behandelt, schaukelte sich die Stimmung bei erzürnten Anrainern und politischen Akteuren auf Landes- und Bundesebene schnell auf. Tirol hatte seinen Minarettstreit und Telfs wurde als Minarettgemeinde weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt.

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