Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 09.12.2015


Reutte

Wohnanlage beim BKH erhielt den letzten Schliff

56 neue Wohnungen in Nachbarschaft zum Bezirkskrankenhaus Reutte helfen laut BM Winkler auch bei der Suche nach Fachpersonal.

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© Nikolussi



Von Hans Nikolussi

Ehenbichl – Komplett ausgebucht ist die neue Wohnanlage auf dem Areal des Bezirkskrankenhauses Reutte. Alle 56 Einheiten – 20 Mietwohnungen für die Bevölkerung aus dem Raum Reutte sowie 36 Mitarbeiter-Kleinwohnungen für die Bediensteten des BKH – sind bezogen. Und auch die Außenanlagen mit Grünanlage, Kinderspielplatz und neuen Parkflächen wurden nach dem Abriss des Altbestandes jetzt fertig gestellt. Sogar die Kunst hat dort Einzug gehalten. Eine Steinskulptur des Bildhauermeisters Christian Schmid aus Häselgehr ist der Mittelpunkt. Das „gute Ende“ des Bauvorhabens nutzen die Verantwortlichen, um über das neue Werk ein Resümee zu ziehen.

Standortbürgermeister Wolfgang Winkler sprach von einem Gesundheitskompetenzzentrum am Eingang seiner Gemeinde in ruhiger Lage und sah die seinerzeitige, nicht unumstrittene Festlegung des Standortes in den 60er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts als die einzig richtige. „Mit dem neuen Haus und den schönen Wohnungen können wir bei der immer schwieriger werdenden Suche nach medizinischem Fachpersonal richtig punkten“, meinte das Gemeindeoberhaupt. Auch die rasche Erreichbarkeit von Fachkräften im Katastrophenfall sei ein riesiger Pluspunkt, meinte er im Hinblick auf seine Funktion beim Roten Kreuz, und als Bezirksstellenleiter der Wirtschaftskammer stellte er mit Zufriedenheit fest, dass beim Bau zu 80 Prozent heimische Firmen zum Zug gekommen seien.

Für den Gemeindeverband Bezirkskrankenhaus führte Bürgermeister Aurel Schmidhofer aus: „Diese neuen, qualitätsvollen Wohneinheiten binden die Belegschaft an unser Krankenhaus. Das passt perfekt zur Gesamtstrategie unseres Hauses.“ Man hätte sogar noch mehr brauchen können, meinte er.

Völlig stressfrei sei der Bau an ihm vorübergegangen, meinte Verwaltungsdirektor Dietmar Baron. Die Zusammenarbeit mit der Neuen Heimat Tirol sei problemlos über die Bühne gegangen. Etwas mehr musste sich allerdings Verwaltungsdirektorstellvertreter Stefan Knittel anstrengen, meinte er launisch. „Trotz strengen Zeitplans konnten während des Baus noch gravierende Änderungen, wie die Umplanung eines Stockwerkes von Mietwohnungen zu Mitarbeiter-Kleinwohnungen ohne zusätzlichen Kostenaufwand durchgeführt werden“, zeigte er sich erfreut.

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Von einer „finanziellen Punktlandung“ – der Kostenrahmen wurde genau eingehalten – sprach Neue-Heimat-Tirol-Geschäftsführer Hannes Gschwentner und bedankte sich für die angenehme Zusammenarbeit mit dem Gemeindeverband, nicht ohne zu betonen, dass von Seiten des Verbandes immer mit Argusaugen auf den Baufortschritt und die getroffenen Vereinbarungen geschaut wurde.

Neben einer Tiefgarage stehen rund um das topmoderne Passivhaus auch noch 36 Freiparkplätze für Besucher zur Verfügung.