Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 10.12.2015


Gesellschaft

Nobelwohnen in Reith mit Einheimischen-Anteil

In Reith fiel der Spatenstich für ein neues Wohnprojekt mit Geschäftsflächen. Für die Reither selbst ist aber wenig Platz.

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© Harald Angerer



Von Harald Angerer

Reith b. K. – „Lux Alpin Residenz“ – unter diesem Name­n wird derzeit ein neues Wohn- und Gewerbeprojekt in Reith gebaut. Insgesamt sollen 24 Wohnungen, ein Lebensmittelgeschäft und zwei Ordinationsflächen entstehen. Gebaut wird das Ganze von der Firma Zima Unterberger Immobilien mit Sitz in Innsbruck. Doch wie „Lux Alpin Residenz“ schon vermuten lässt, die Wohnungen werden zum Großteil am freien Markt verkauft. An Einheimische gehen lediglich sechs der 24 Wohneinheiten. Damit weicht man von der in der Region inzwischen üblichen 50/50-Regelung ab.

„Wir wollten in dem Gebiet eigentlich Betriebe haben. Aber in Reith ist das schwierig. Ein produzierender Betrieb war im Ortskern nicht gewollt und Geschäfte sind schwierig“, schildert Bürgermeister Stefan Jöchl. Natürlich hätte auch er mehr günstige Wohnungen in dem Projekt gesehen. Doch die Vorteile aus dem Projekt würden überwiegen. So würde genau über diese Fläche die Erschließung des Ortsteils Bichlach ermöglicht. Zudem hofft Jöchl auch auf eine Arztpraxis für den Ort.

Seit 20 Jahren gebe es ein Konzept für die 3000 m2 große Fläche, doch erst mit der Zima Unterberger Gruppe ist Bewegung in die Sache gekommen. „Es gab einen sehr offenen Umgang mit der Gemeinde und sehr gute Gespräche“, betont Zima-GF Alexander Wolf beim Spatenstich und auch Unternehmer Fritz Unterberger strich die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Reith hervor. In der ersten Bauetappe sollen zwölf Wohnungen ab 41 m2 und die Gewerbeeinheiten errichtet werden. Der Preis für die wohnbaugeförderten Wohnungen liegt laut Bürgermeister Jöchl bei 3000 Euro pro Quadratmeter, die Vergabe erfolgt durch die Gemeinde. Jene am freien Markt beginnen bei gut 6000 Euro pro Quadratmeter. „Das ist der freie Markt, aber auch hier wird man sehen müssen, wie die Wohnungen weggehen“, sagt Jöchl. Zudem betont er, dass im kommenden Jahr mit dem Bau der Neuen-Heimat-Wohnanlage begonnen wird. Hier stünden dann 40 Wohnungen zur Verfügung.