Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 10.12.2015


Asyl

Neues Flüchtlingsheim in Innsbruck im Gespräch

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© Thomas Boehm / TT



Innsbruck – Die Pläne für eine Unterbringung von Flüchtlingen in Innsbruck/Wilten verdichten sich: Laut Landesrätin Christine Baur (Grüne) ist deshalb für heute Nachmittag ein runder Tisch geplant, an dem auch Vertreter der Tiroler Sozialen Dienste GmbH (TSD), die Innsbrucker Stadträte Franz X. Gruber (VP) und Gerhard Fritz (Grüne) sowie eine Abordnung der Stadtteilinitiative „Lebens(t)raum Wilten“ teilnehmen werden.

Details nannte Baur gestern noch nicht, es gelte, das heutige Gespräch abzuwarten. Nur so viel: „Wir brauchen dringend Plätze – und das Areal in der Grassmayrstraße wurde uns angeboten.“ Vom Raumangebot wäre dieses grundsätzlich für rund 500 Personen geeignet, fügt Baur hinzu. Sie verweist auch darauf, dass die Benutzungsbewilligung für die Tennishalle am Paschbergweg mit 30. April 2016 abläuft. Stadtrat Gerhard Fritz betont, er kenne die „genauen vertraglichen Vereinbarungen“ zwischen den TSD und dem Grundstückseigentümer noch nicht. Die Zahl der Flüchtlinge, die am Gelände untergebracht werden sollen, sei ebenso Gegenstand des heutigen Gesprächs wie die Frage, wie es mit dem „Motel“ weitergehen soll – einer soziokulturellen Initiative des Vereins „Brache“, die das Areal in der Grassmayrstraße einer „kreativen Zwischennutzung“ zugeführt hat.

Die Initiative „Lebens(t)raum Wilten“ hat sich in einem Brief an Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer jedenfalls gegen die „vorliegende Planung“ ausgesprochen und schlägt stattdessen eine „stadtteil- und sozialverträgliche Unterkunft für rund 30 Flüchtlinge“ am Areal Grassmayrstraße vor. (md)