Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 18.02.2016


Kitzbühel

Spielerisch auf dem Weg

in die Wirtschaft

Bei einem eigenen Aktionstag der Wirtschaftskammer Kitzbühel können Volksschüler ihr kaufmännisches Talent entdecken.

© Harald AngererWK-Obmann Klaus Lackner (l.) kauft mit den „KIWI-Euros“ bei Chayenne, Iva, Antonia, Katharina und Sarah (v. r.) von der VS St. Johann ein.Foto: Angerer



Von Harald Angerer

Kitzbühel – Ein Geschäft reiht sich an das nächste, es herrscht geschäftiges Treiben – die Rede ist aber nicht von einer Einkaufsstraße, sondern vom K3 Kitz Kongress. Im Rahmen des Aktionstages „KIWI – Kinder entdecken Wirtschaft“ schnuppern Volksschüler aus dem ganzen Bezirk erstmals Wirtschaftsluft.

„Seit vielen Jahren gibt es diese Aktion. Anfänglich waren die Volksschulen etwas skeptisch, inzwischen ist der Andrang aber groß. Wir mussten sogar einigen Klassen absagen“, schildert Klaus Lackner, Obmann der Wirtschaftskammer Kitzbühel. Sinn des Tages ist es, den Kindern die Wirtschaft anschaulich zu machen.

Schon seit mehreren Wochen beschäftigen sich die teilnehmenden Klassen mit dem Projekt. „Wir sind vorher in jede Schule gekommen. Jeweils zwei Schulstunden wurde an den Projekten gearbeitet“, schildert Organisatorin Nadja Elmerer. Die Begeisterung der Kinder sei sehr groß und die Talente würden oft unterschätzt. „Selbst die Lehrer sind von der Kreativität der Kinder überrascht“, sagt Elmerer.

Mit wie viel Einsatz sie dann am Aktionstag ihre Waren an den Mann und die Frau bringen, können Eltern und Verwandte miterleben. Denn neben den 134 Kindern sind an die 140 Personen gekommen, um die von den Kindern betreuten Verkaufsstände zu besuchen. „Die Kinder haben ein vorgegebenes Warensortiment zur Auswahl, welche Waren sie dann aber wirklich verkaufen wollen, ist ihnen selbst überlassen“, schildert Lackner. Auch in Sachen Marketing werden den Kindern keine Vorgaben gemacht. Betreut werden die Volksschüler bei ihren Ständen von Schülern der Handelsschule Kitzbühel, welche ihnen helfend zur Seite stehen. Wenn die Waren ausgehen, gibt es sogar einen eigenen Großhandel. „Es gibt auch eine geheime Jury, welche die Stände bewertet, auch der wirtschaftliche Erfolg wird angesehen und zum Schluss gibt es für alle erfolgreichen Geschäfte einen Preis“, sagt Elmerer.