Letztes Update am Di, 22.03.2016 14:06

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutschland

Syrische Flüchtlinge retteten NPD-Politiker aus Autowrack

Ob Stefan Jagsch nun seine Einstellung zu Ausländern ändert? Der Politiker der rechtsextremen NPD wurde nach einem Unfall von zwei Syrern aus seinem Auto befreit.

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Friedberg - Ein mit seinem Auto verunglückter Politiker der rechtsextremen NPD ist in Deutschland von zwei syrischen Flüchtlingen aus dem Wrack gezogen worden.

Die beiden Retter des hessischen NPD-Politikers Stefan Jagsch hätten zu einer Gruppe Asylsuchender gehört, die zufällig in zwei Bussen am Unfallort bei Büdingen (Hessen) vorbeifuhren, sagte am Dienstag ein Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr Büdingen.

Eine Polizeisprecherin in Friedberg sagte, der Autofahrer sei Mittwoch vergangener Woche auf einer Bundesstraße gegen einen Baum gefahren und schwer verletzt worden. Zeugen hätten der Polizei von zwei Syrern berichtete, die Erste Hilfe geleistet hätten.

Als die Beamten an der Unfallstelle eintrafen, waren die Ersthelfer aber nicht mehr vor Ort. In Büdingen gibt es eine Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge. Bei der Kommunalwahl am 6. März hatte die NPD (Nationaldemokratische Partei Deutschlands) in der Stadt 10,2 Prozent der Stimmen geholt. (APA/dpa)