Letztes Update am Do, 25.08.2016 12:12

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Tirol

425.000 Euro für Quantenforscher der Uni Innsbruck

Für eine neue Arbeitsgruppe im Bereich der Quantenforschung an der Uni Innsbruck stellt Unternehmer Hermann Hauser Geld zur Verfügung.

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Alpbach/Innsbruck – Der Physiker, Unternehmer und Investor Hermann Hauser unterstützt die Universität Innsbruck im Bereich der Quantenforschung finanziell: Er stellt in den nächsten fünf Jahren 425.000 Euro für eine neue Arbeitsgruppe am Institut für Theoretische Physik zur Verfügung, die sich der Erforschung und Entwicklung von Quantencomputern widmet, teilte die Universität am Donnerstag mit.

Eine entsprechende Vereinbarung wurde von Hauser und Rektor Tilmann Märk im Rahmen des Europäischen Forums Alpbach unterzeichnet. Der Unternehmer stiftet das Geld über die Hauser-Raspe Foundation für die Einrichtung einer neuen Laufbahnstelle mit einer eigenen Arbeitsgruppe am Institut für Theoretische Physik der Universität Innsbruck. Ziel ist, die Entwicklung von neuen Quantentechnologien zu fördern, insbesondere auf dem Gebiet der adiabatischen Quantencomputer und deren Anwendungen, hieß es.

Weltweit führend in der Grundlagenforschung

Adiabatische Quantencomputer sind dafür konzipiert, mathematische Optimierungsprobleme zu lösen, die am herkömmlichen Computer nicht mehr berechnet werden können. „Wir sind dankbar und stolz, dass mit Hermann Hauser ein international sehr erfolgreicher Investor Vertrauen in die Exzellenz unserer Forschung setzt. Die Innsbrucker Quantenphysik ist weltweit führend in der Grundlagenforschung und liefert laufend Impulse für die Entwicklung neuer Quantentechnologien“, erklärte Rektor Märk.

Hermann Hauser.
Hermann Hauser.
- Thomas Böhm / TT

Die Universität Innsbruck werde die neue Stelle baldmöglichst mit einem international anerkannten Forscher besetzen. Dieser soll eng mit den bestehenden Forschungsgruppen an der Universität und dem Institut für Quantenoptik und Quanteninformation (IQOQI) der österreichischen Akademie der Wissenschaften in Innsbruck zusammenarbeiten und werde auch in der universitären Lehre aktiv sein. (APA)