Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 29.09.2016


Gesellschaft

Netze müssen fehlenden Schutzwald ersetzen

400.000 € werden in Stahlnetze an der Gramaiser Straße investiert. Der von einem Orkan völlig zerstörte Wald wird wieder aufgeforstet.

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© BBA Reutte



Häselgehr, Gramais – Im Jul­i des vergangenen Jahres hat ein Sturm massive Windwürf­e in zwei steilen Hangbereichen oberhalb der Gramaiser Straße (L 267) verursacht und auch bestehende Felsvernetzungen beschädigt. Sechs bis sieben Hektar Schutzwald verwandelte der Orkan binnen Minuten in 3000 Festmeter Schadholz. „Durch den nunmehr fehlenden Baumbestand hat sich die Gefahr von Schneerutschen und auch Steinschlag massiv erhöht. Zum Schutz der Verkehrsteilnehmer ist es deshalb dringend notwendig, weitere Stahlnetze zur errichten“, erläutert Straßenbaureferent LHStv. Josef Geisler. Die Kosten für die Sicherung betragen 400.000 Euro.

Die Arbeiten haben bereits begonnen und werden bis Anfang November andauern. Während der Arbeiten wird der Verkehr im Baustellenbereich überwiegend einspurig mit Ampelregelung geführt. In einem Teilabschnitt sind allerdings aufgrund eingeschränkter Platzverhältnisse Komplettsperren unumgänglich. „Die Sperre wird voraussichtlich acht Arbeitstage umfassen. In Abstimmung mit der Gemeinde haben wir vereinbart, dass die Straße ab Montag, den 10. Oktober, in der Zeit von 7.30 bis 12 Uhr und von 13.30 bis 17 Uhr gesperrt ist. Umleitung besteht keine. Die Zu- und Abfahrt von Einsatzfahrzeugen wird im Bedarfsfall selbstverständlich ermöglicht“, informiert Wolfgang Haas vom Baubezirksamt Reutte. Witterungsbedingt könne es aber kurzfristig noch zu Änderungen kommen.

Parallel dazu will die Bezirksforstinspektion unter der Leitung von Josef Walch mit der Aufforstung starten. „Die Wiederbewaldung wird schwierig, weil das Gelände dort extrem steil ist. Da wird es zusätzliche Gleitschneeschutzmaßnahmen brauchen. Aber wir werden Gas geben.“ (TT, fasi)