Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 19.10.2016


Gesellschaft

Der Islam abseits gefestigter Vorurteile

Viele Menschen verbinden den Islam derzeit vor allem mit Gewalt und Fanatismus. Eine Vortragsreihe setzt sich damit auseinander und gewährt Einblicke.

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Von Gabriele Starck

Innsbruck – „Die muslimische Frau im öffentlichen Raum“, „Islam und Gewalt, Gewalt und Islam?“, „Gibt es den Islam – und wenn ja, wie viele?“. Das sind nur drei der Themen, über die ab Donnerstag namhafte Experten in Innsbruck öffentlich sprechen. Organisator Zekirija Sedini vom Institut für Fachdidaktik an der Uni Innsbruck will mit der Vortragsreihe alle ansprechen, besonders auch jene, die dem Islam kritisch bzw. feindlich gegenüberstehen. Daher seien die Vorträge auch nicht wissenschaftlich angelegt, sondern für „eine breite Öffentlichkeit“ verständlich, sagt Sejdini.

Aber auch junge Muslime will der Uni-Professor für islamische Religionspädagogik erreichen und ihnen eine für sie womöglich neue Sicht auf ihren Gott gewähren. „Weg vom strafenden, auf jede Kleinigkeit achtenden zum barmherzigen Gott“, sagt er. „Viele Jugendliche glauben, dass sie, um ein guter Muslim zu sein, Dinge tun müssen, die mit den Werten Europas kollidieren.“ Sie sollen wahrnehmen lernen, dass die „Beziehung zwischen Gott und Mensch auf Barmherzigkeit beruht, nicht auf Furcht“. Diesem Thema widmet sich morgen Donnerstag der Theologe Mouhanad Khorchide. Ort: Kaiser-Leopold-Saal, Karl-Rahner-Platz 3, Innsbruck, 18.30 Uhr.

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