Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 23.02.2017


Seltene Blutkrankheit

Krebshilfe Osttirol sucht Spender für kleinen Max

Max (3) hat eine seltene Blutkrankheit. Ohne Stammzellenspender muss er sterben. Am Sonntag steht die Lienzer Kaserne für Freiwillige offen.

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© konsenszentrum.at



Von Catharina Oblasser

Lienz – Das Schicksal hat es mit der Familie nicht gut gemeint. Von den drei kleinen Söhnen leiden zwei an septischer Granulomatose, einer seltenen Blutkrankheit. Während einer der Brüder medikamentös behandelt werden kann, läuft dem dreijährigen Max die Zeit davon. „Max ist austherapiert. Wenn sich kein passender Stammzellenspender für ihn findet, muss er sterben“, weiß Anni Kratzer von der Kinderkrebs- und Leukämiehilfe Osttirol. Sie ist über ihren Verein mit anderen Benefizorganisationen und internationalen Datenbanken vernetzt. So hat sie von Max erfahren. „Nachname und Wohnort der Familie bleiben anonym, so wie das üblich ist“, erklärt Kratzer.

Ein Foto gibt es jedoch. Es ist auf dem Plakat zu sehen, mit dem Anni Kratzer auf ihre Hilfsmission aufmerksam machen will. Ein erster Schritt zur Spendersuche für den kleinen Max wird am Sonntag, den 5. März, in der Lienzer Haspingerkaserne getan. Da findet von 9 bis 12 Uhr eine Typisierungsaktion statt. „Es ist ganz einfach und dauert nicht lange“, beschreibt Kratzer. „Es wird eine Speichelprobe entnommen, die dann an der Innsbrucker Klinik untersucht wird. So kann man feststellen, ob sich der Betreffende als Stammzellenspender eignet.“ Sollte das der Fall sein, so ist auch alles Weitere keine große Sache. Der Spender wird für zwei bis drei Stunden an ein Gerät angeschlossen, das einem Dialysegerät ähnelt. Danach kann er wieder nach Hause gehen. Wer kommt als Spender in Frage? „Es müssen Menschen zwischen 18 und 45 Jahren sein, die völlig gesund sind“, weiß Kratzer. Wer am Sonntag keine Zeit hat, kann sich unter Tel. 0664/1325905 direkt an Anni Kratzer wenden.

Als die Eltern von Max von Kratzers Aktion erfuhren, schrieben sie ihr: „Wir sind zu Tränen gerührt, dass es im fernen Osttirol Menschen gibt, die unserem Kind helfen wollen. Danke!“