Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 03.04.2017


Gesellschaft

Telfs tanzt 2019 beim Tirolerball in Wien

Die Marktgemeinde präsentiert sich beim Großereignis im Wiener Rathaus – und budgetiert dafür 60.000 Euro.

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© Otter



Von Michael Domanig

Telfs – Schon zweimal, nämlich 1983 und 2001, hat die Marktgemeinde Telfs den traditionsreichen Tirolerball in Wien mit ausgerichtet – am 12. Jänner 2019 soll es zum dritten Mal so weit sein. In seiner jüngsten Sitzung traf der Telfer Gemeinderat den entsprechenden Grundsatzbeschluss – und legte auch schon die budgetären Mittel fest: maximal 60.000 Euro brutto, wobei 2018 und 2019 jeweils 30.000 Euro vorgesehen werden.

Veranstalter des Großereignisses ist der Tirolerbund, der jedes Jahr einer Region bzw. Gemeinde die Möglichkeit gibt, sich am Wiener Parkett zu präsentieren.

„2013, bei den 150-Jahr-Feierlichkeiten des Tirolerbundes, war auch eine Telfer Abordnung in Wien vertreten“, erklärt BM Christian Härting (Wir für Telfs). Bei dieser Gelegenheit habe man mit dem Tirolerbund Kontakt aufgenommen und „vorsondiert“.

Im Gemeinderat herrschte über die Fraktionsgrenzen hinweg Einigkeit, dass die rauschende Ballnacht – samt Rahmenprogramm wie Andreas-Hofer-Messe und Zug durch die Wiener Innenstadt – eine tolle Chance ist, Telfs überregional zu präsentieren. An möglichen Aufhängern herrscht kein Mangel: Schließlich fällt der Tirolerball 2019 mit dem Jubiläumsjahr „111 Jahre Markterhebung von Telfs“ zusammen. Und für das Schleicherlaufen 2020, die große Telfer Fasnacht, könnte man in Wien ebenfalls ideal werben. „Es geht aber nicht nur um die Außenwirkung, sondern auch darum, das Gemeinschaftsgefühl in Telfs zu stärken“, meint Härting.

Die jeweilige Gemeinde könne beim Tirolerball starke Akzente setzen, erklärt Hannes Baumgartner, Veranstaltungsreferent des Tirolerbundes: „Ihre Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass viele Leute mitkommen und Stimmung machen, dass sich die Vereine und der Tourismus gut präsentieren.“ Und was sind jetzt die nächsten Schritte? „Telfs wird mir den Gemeinderatsbeschluss kundtun“, erklärt Baumgartner. „Damit habe ich einen fixen Vertragspartner – und kann in Wien alles weitere in die Wege leiten.“