Letztes Update am Do, 06.04.2017 14:13

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Homophobie

Händchen halten gegen Gewalt an Schwulen

In den Niederlanden wurden am Wochenende zwei schwule Männer von einer Gruppe Jugendlicher zusammengeschlagen. Der Vorschlag einer Journalistin, Männer sollten Händchen haltend auf die Straße gehen, hat in den sozialen Medien eine Welle der Solidarität losgetreten. Auch SPÖ-Klubchef Andreas Schieder beteiligte sich.

SPÖ-Klubchef Andreas Schieder (links) und der Nationalratsabgeordnete Mario Lindner (SPÖ) zeigen Flagge gegen Gewalt an Schwulen.

© Twitter/AndreasSchieder SPÖ-Klubchef Andreas Schieder (links) und der Nationalratsabgeordnete Mario Lindner (SPÖ) zeigen Flagge gegen Gewalt an Schwulen.



Innsbruck - Jasper Vernes-Sewratan und sein Mann Ronnie Sewratan-Vernes besuchten am vergangenen Wochenende eine Bar im niederländischen Arnheim. Auf dem Nachhauseweg wurden der 35-Jährige und sein vier Jahre jüngerer Partner von einer Gruppe Jugendlicher, bewaffnet mit einem Bolzenschneider, überfallen und brutal zusammengeschlagen. Nur weil sie, wie so oft, Händchen haltend durch die Straße gingen, wie Jasper in einem Facebook-Beitrag schreibt.

Der Post schlug hohe Wellen, wurde mehrere tausend Male geteilt. In den Kommentaren mischten sich Entrüstung und Unverständnis über den Übergriff mit Solidaritätsbekundungen für die beiden Opfer und die homosexuelle Community. Die niederländische Journalistin Barbara Barend regte auf Twitter dazu an, dass doch Männer, als Zeichen gegen Gewalt an Homosexuellen, Händchen haltend durch die Straßen gehen mögen. Und viele Männer, in Holland und der ganzen Welt, leisteten dem Aufruf Folge: