Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 09.06.2017


Entente Florale

Viel mehr als nur ein Blumentrog

St. Anton und Schwaz nehmen heuer an der „Entente Florale“ teil. Dabei geht es allerdings um weit mehr als nur Blumenschmuck.

Schwaz (Bild) und St. Anton vertreten Österreich beim Wettbewerb ?Entente Florale?.

© Getty Images/iStockphotoSchwaz (Bild) und St. Anton vertreten Österreich beim Wettbewerb ?Entente Florale?.



Von Irene Rapp

Innsbruck – St. Anton ist ein Dorf mit 2300 Einwohnern und liegt auf einer Seehöhe von 1284 Metern. In der Stadt Schwaz leben 13.600 Menschen rund 700 Meter tiefer – nämlich auf 545 Metern Seehöhe. Und dennoch werden beide Gemeinden nach intensivster Vorarbeit Österreich beim Bewerb „Entente Florale“ vertreten. „Einem Lebensqualitäts- und Blumenschmuck-Wettbewerb“, wie Monika Burket vom Blumenbüro Österreich bei der Präsentation am Donnerstag in Innsbruck betonte.

Donnerstagfrüh hatte es in St. Anton übrigens 2 Grad. „Aber das sind unsere Blumen schon gewohnt“, zeigte sich Bürgermeister Helmut Mall launig. Er freut sich schon darauf, in wenigen Wochen den Juroren jenen Park zu zeigen, der dort entstanden ist, wo einst die alte Bahntrasse durch den Ort führte. Oder sie zum so genannten Brotacker zu führen, wo Pflanzen angebaut werden, auf dass Kinder sehen, wo die Kartoffel und der Salat herkommt.

„Das Energiewesen liegt mir jedoch besonders am Herzen“, sagte Mall. Immerhin ist St. Anton stromautark, da die Gemeinde drei Kraftwerke ihr Eigen nennt. Auch eine Initiative, um die Lebensqualität in einem Ort zu erhöhen.

Im Herzen von Schwaz wiederum entstand der Mathoi-Garten. „Rund 5000 Quadratmeter, wo wir u. a. Hochbeete für Kinder und einen Platz für Senioren planen“, erzählte Bürgermeister Hans Lintner. Den Juroren sollen aber auch Projekte präsentiert werden, die unter Beteiligung der Bürger sowie der Vereine realisiert wurden. „So haben wir schon viele Ideen zum Angebot für die ganze Stadt umgesetzt“, sagte Lintner.

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Am 22. bzw. 23. Juni heißt es dann Daumen drücken für die zwei Tiroler Gemeinden. An diesen zwei Tagen kommen nämlich die Vertreter der Europäischen Vereinigung für Blumen und Landschaft, um sich von allen Aktivitäten selbst ein Bild zu machen. Insgesamt nehmen neun Länder mit je zwei Orten an dem Bewerb teil, das Ergebnis wird Ende September feststehen.