Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 10.06.2017


Bezirk Schwaz

Verborgene Schätze sehen

null

© Fankhauser



Von Eva-Maria Fankhauser

Schwaz – Es geht steile Treppen in den Dachboden der Stadtpfarrkirche hinauf, an der alten Lahnbachbauer entlang, durch den ruhigen Garten des Mathoi-Hauses und durch den imposanten Kreuzgang beim Franziskanerkloster. Die Stadtführung quer durch Schwaz lässt tief blicken. Viele Schätze der Silberstadt können so kostenlos erkundet werden.

Nun sind die zehn Stationen auf der Tour um eine erweitert worden: das Mathoi-Haus mitsamt Garten. „Es werden Plätze in Schwaz aktiviert, die sonst der Öffentlichkeit nicht zugänglich wären, wie etwa der Dachstuhl der Stadtpfarrkirche“, sagt Stadtmarketing-Chef Manfred Berk­mann. Für Vize-BM Martin Wex ist ganz klar: „Die Stadt lebt von ihren Geschichten und diese besonderen Orte machen Schwaz einzigartig.“ Er verrät auch, dass noch weitere spannende Orte dazukommen sollen. Welche? Das wollte er nicht genau verraten, nur so viel: „Für 2019 führen wir Gespräche, also zum Maximilian-Jahr. Da gibt es auch in Schwaz tolle Geschichten zu erzählen.“ Weiters wolle man künftig auch Themenführungen anbieten, wie etwa zu den Fuggern.

Laut Stadtführer Gottfried Winkler seien die Besucher der Führungen vor allem vom Dachboden der Stadtpfarrkirche und dem Kloster begeistert. Er freut sich über die neue Station: „Die 120 bis 150 Jahre alten Bäume im Mathoi-Garten sind sehr beeindruckend.“ Das Mathoi-Haus wird nun zum Zentrum für die Geschichte und Kultur der Silberstadt.

Die Führungen finden vom 22. Juni bis 14. September jeden Donnerstag statt. Gestartet wird beim Busterminal beim Einkaufszentrum. Acht Stadtführer sind derzeit tätig. „Teils sind so viele Besucher, dass wir die Gruppe aufteilen müssen“, verrät Berkmann. Die Führungen dauern von 13.30 bis 15 Uhr.