Letztes Update am Sa, 10.06.2017 11:19

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bezirk Schwaz

Schüler zu Motoren der Energiewende ausgebildet

HTL-Maturanten erwarben das Diplom als Energieberater. In Modulen wird ab der dritten Klasse dieses Projekt realisiert.

Direktor Markus Hörhager, Sigrid Thomaser (Energie Tirol) und die Maturanten Sara Schlierenzauer (Schwaz) und Florian Hacksteiner (Zell am See) bei der Zeugnisübergabe mit LHStv. Josef Geisler (von links).

© ZwicknaglDirektor Markus Hörhager, Sigrid Thomaser (Energie Tirol) und die Maturanten Sara Schlierenzauer (Schwaz) und Florian Hacksteiner (Zell am See) bei der Zeugnisübergabe mit LHStv. Josef Geisler (von links).



Von Walter Zwicknagl

Jenbach – „Energieberater werden in Zukunft mehr denn je gefragt sein“, stellte der Jenbacher HTL-Direktor Markus Hörhager bei einem Festakt in der HTL fest, als erstmals 23 Burschen und Mädchen der Maturaklasse für Gebäudetechnik die Zeugnisse überreicht werden konnten. Der mündlichen Matura fiebern die jungen Leute zwar noch entgegen, über das Diplom als Energieberater können sie sich jedoch schon jetzt freuen. „In einzelnen Modulen wird schon ab der dritten Klasse an diesem Projekt gearbeitet“, klärt Lehrer Andreas Trojer auf.

„Die HTL Jenbach ist seit 2016 Partnerschule der landesweiten Initiative Tirol 2050, weil in der Abteilung für Gebäudetechnik unsere Ausbildungsschwerpunkte auf effizienter und ökologischer Energieplanung und Anlagenkonzeption liegen“, stellt Hörhager fest. Aus HTL-Sicht ist dieser A-Kurs eine gefragte Zusatzqualifikation. In dieselbe Kerbe schlägt LHStv. Josef Geisler: „Ihr seid Tirols Kapital für die Energiezukunft und zugleich auch Motoren für die Energiewende. Unser aller Ziel muss es sein, Tirol bis 2050 energieautonom zu machen.“ Und im Nachsatz: 37 Prozent der derzeit in Tirol verbrauchten Energie fallen auf den Gebäudebereich.

Begeistert über die Zusammenarbeit zeigt sich Sigrid Thomaser von Energie Tirol. Inhalte würden von Lehrern der HTL und Referenten von Energie Tirol vermittelt. Dass in Jenbach Nachhaltigkeit großgeschrieben wird, freute auch Kuratoriumspräsident Anton Pletzer. Sein Resümee: „Wer jetzt nicht agiert, kann irgendwann nur noch reagieren.“ Dieser Aussage konnte sich Landesschulratsdirektor Reinhold Raffler nur anschließen. Mit dieser Zusatzqualifikation würden Jenbacher Absolventen noch begehrter sein, unterstrich Innungsmeisterin Veronika Opbacher.

Dass man in der Jenbacher HTL immer auf neue Herausforderungen reagiert, betont Werkstättenleiter Martin Brunner. „Wir haben heuer ein Bauphysiklabor eingerichtet, weil wir die Wertigkeit dieser Branche rechtzeitig erkannt haben.“ Partnerschulen von Energie Tirol sind derzeit Imst und Jenbach.