Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 09.10.2017


Innsbrucker Verschönerungsverein

Im Einsatz für ein schönes Innsbruck

Der Innsbrucker Verschönerungsverein hat auch heuer wieder viel bewegt – und ärgert sich über Vandalen.

© IVV/ObermoserDas „Hofbrunnenleitungshäuschen“ in Mühlau wurde heuer auf Initiative des Verschönerungsvereins mit neuen Schindeln versehen. Foto: IVV/Obermoser



Innsbruck – Ohne den Innsbrucker Verschönerungsverein (IVV) würde die Landeshauptstadt vielerorts ein deutlich weniger attraktives Bild abgeben: Ob es nun um die Sanierung und Pflege von Brunnen und Wegkreuzen, Kapellen und Heiligenfiguren, Gedenktafeln oder Grabstätten geht – Jahr für Jahr setzt der IVV zumindest zehn größere Projekte um. Und das neben seiner Hauptaufgabe, der Betreuung von ca. 70 Kilometern an Wegen und Hunderten grünen Ruhebänken.

Heuer wurde u. a. ein Kreuz beim Nova Park in Arzl restauriert oder – auf Anregung des ehemaligen Landeskonservators Franz Caramelle – eine König-Artus-Figur an einer Hausfassade in der Schillerstraße instand gesetzt (die Kosten teilten sich der IVV und der Hausbesitzer). Größtes Projekt war aber die Neueindeckung des unter Schutz gestellten „Hofbrunnenleitungshäuschens“ in der Josef-Schraffl-Straße, laut IVV-Obmann Hermann Hell das älteste Gebäude in Mühlau.

Verärgert zeigt sich Hell über zunehmenden Vandalismus: „Wir könnten jede Woche wegen der Beschädigung von Wegen und Bänken Anzeige erstatten.“ Im Fall eines vom IVV sanierten Kruzifixes am Galgenbühel in Allerheiligen – bei dem die Jesusfigur verschwunden ist – habe man sich nun in Abstimmung mit der Pfarre zu einer Anzeige entschlossen, berichtet Hell. Die Eigentümer selbst hätten das nämlich nicht getan.

Was Hell noch mehr schockiert: IVV-Mitarbeiter Peter Obermoser, der u. a. Wege auf der Nordkette betreut, sei im Sommer von einem aggressiv auftretenden Mann – der Äste quer über die Wege gelegt hatte – angegriffen worden. Das Ermittlungsverfahren wurde jedoch eingestellt.

Doch nun zu Erfreulicherem: Morgen Dienstag bittet der IVV zu seinem großen Herbstvortrag: Der Geologe, Mineraloge und Lagerstättenkundler Peter Gstrein referiert über „Die sieben Schätze des Karwendels“ – um 19 Uhr im Hyposaal in Wilten. (md)