Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 09.10.2017


Bezirk Imst

„Jetzt haben wir zumindest örtlich die Mitte gefunden“

Die Segnung des neuen Haiminger Gemeindezentrums und die Wiedereinweihung der Pfarrkirche wurden im Doppelpack gefeiert.

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© Dorn



Von Agnes Dorn

Haiming – Pünktlich zum 500-jährigen Bestehen erstrahlt die Pfarrkirche in Haiming in neuem Glanz. Das Gotteshaus, das über eine Vielzahl besonders sehenswerter Details wie dem Originalboden aus Haiminger Marmor verfügt, gehöre zu den schönsten seiner Art im gesamten Bezirk, freute sich Landeshauptmann Günther Platter über das Wiedererstrahlen des spätgotischen Baus in der Oberländer Gemeinde.

Mit Pfarrer Volodymyr Voloshyn und seiner Pfarrgemeinde konnte sich auch Bürgermeister Josef Leitner gleich doppelt freuen: Denn am selben Tag, an dem die 500-jährige Schönheit wieder ihre kirchliche Weihe durch Diözesanadministrator Jakob Bürgler erhielt, durfte die Gemeinde ihr architektonisches, neuerrichtetes Herzstück segnen lassen.

Neben dem Gemeindehaus, in dem die Amtsräume und Büros sowie das Vereinslokal des Trachtenverbandes untergebracht sind, öffneten auch alle Räume des ebenfalls vom Architekturbüro Gritsch-Haslwanter geplanten Dienstleistungszentrums ihre Türen. „Was uns Haimingern immer gefehlt hat, ist die Mitte – und die haben wir zumindest örtlich jetzt gefunden“, zeigte sich Leitner äußerst zufrieden mit dem baulichen Ergebnis, das – von einer Begegnungszone umrahmt – der Gemeinde ein neues Zentrum verschafft. Außer der Raiffeisenkasse im Parterre sind im Keller das Probelokal der Musikkapelle untergebracht sowie im ersten Stock eine Physiotherapiepraxis und die Seniorenstube. Auch die allgemeinmedizinische Praxis konnte im neuen Gebäude ihren Platz finden.

„Wir mussten uns entscheiden, ob wir sanieren oder neu bauen. Und es ist halt so, dass ein Gebäude heute nach 50 oder 60 Jahren nicht mehr viel wert ist“, beschrieb das Gemeindeoberhaupt in seiner Festrede den Beginn der ersten Planungsphase im Jahr 2012 und dankte besonders Christian Köfler, der das gesamte Projekt zunächst als Bauausschussobmann und später als Vizebürgermeister begleitet hat.

Der Dank und das Lob gingen indessen zurück und Köfler durfte im Namen des gesamten Gemeinderats seinem Chef als Anerkennung für ein Vierteljahrhundert Arbeit im Bürgermeisteramt eine Karikatur von Ludwig Schnegg überreichen. Auch LH Günther Platter und BH Raimund Waldner ließen es sich ebenso wie die Bürgermeister der Nachbargemeinden nicht nehmen, zum doppelten Feiertag zu gratulieren.

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- Dorn



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