Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 11.10.2017


Gesellschaft

Wechsel an der Spitze möglich

Die anstehende Neuwahl bei der Feuerwehr Kitzbühel im Jänner 2018 wird spannend, sie könnte ein neues Kommando bringen.



Von Harald Angerer

Kitzbühel – Heiß begehrt ist das Kommando der Feuerwehr Kitzbühel. Seit dem Jahr 2002 ist Alois Schmidinger der Kommandant der städtischen Feuerwehr. Das könnte sich im kommenden Jänner aber ändern, denn mit Andreas Reisch bringt sich ein möglicher Kandidat in Stellung, wie aus Feuerwehrkreisen zu hören ist.

Reisch selbst will dazu noch nichts sagen. Es gebe noch mehrere Gespräche, die noch ausständig seien. „Mir ist aber ein Miteinander und nicht ein Gegeneinander wichtig“, sagt Reisch auf Anfrage der Tiroler Tageszeitung. Die Feuerwehr Kitzbühel sei schlagkräftig und eine junge Truppe. Es gebe einen Wunsch nach Veränderung. Trotzdem streut er Schmidinger Rosen. „Ich bin seit 2000 bei der Feuerwehr Kitzbühel und habe sehr viel von Schmidinger lernen können“, sagt Reisch.

Entspannt gibt sich Schmidinger selbst. „Ich weiß davon noch nichts und es ist auch noch zu früh“, sagt er. Gespräche bezüglich der Neuwahlen stünden noch aus. Zu hören war aber, dass in der kommenden Woche ein Gespräch mit der Mannschaft geplant ist.

Bei der letzten Neuwahl im Jahr 2013 ist Schmidinger mit einem blauen Auge davongekommen. Damals gab es zwar keinen Gegenkandidaten, aber die Wahl des Kommandos war alles andere als eindeutig. Von den 86 anwesenden Feuerwehrmännern stimmten 54 für Schmidinger, 32 haben sich der Stimme enthalten. Für seinen Stellvertreter Albert Haas stimmten 56 Feuerwehrmänner bei 30 Enthaltungen.

„Viele wissen, wie es geht, doch wenn es dann darum geht, eine Funktion auszuüben, soll es ein anderer machen“, äußerte damals Schmidinger Kritik nach der Wahl. Mit Reisch als möglichem Gegenkandidaten sieht das nun anders aus.