Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 12.10.2017


Osttirol

Lienz trauert um Franz Egartner

Der Ehrenringträger der Stadt war Schuldirektor, christlicher Gewerkschafter, Seniorenbundobmann sowie Stadt- und Gemeinderat.

© Stadt LienzFranz Egartner war ein engagierter Gestalter im Bezirk.Foto: Stadt Lienz



Lienz – Mit Franz Egartner starb am Sonntag, 8. Oktober, dem Tag seines 83. Geburtstages, ein verdienstvoller Mann, der das Leben vieler im Bezirk mitgestaltet hat. Die Liste seiner Tätigkeiten und Auszeichnungen ist lang.

1934 in Lienz geboren, trat Egartner 1951 der Gewerkschaftsbewegung bei und war als Funktionär aktiv. Sein beruflicher Werdegang war geprägt vom Anliegen, Jugendlichen eine möglichst gute Ausbildung zu bieten. Dafür setzte er sich als Lehrer und späterer Leiter der kaufmännischen und fachlich-gewerblichen Berufsschule in Lienz, Leiter der im Aufbau befindlichen Fachschule für Werkzeug und Vorrichtungsbau und späteren HTL für Fertigungstechnik ein. Er war maßgeblich an der Entstehung der Osttiroler Gewerkschaftsschule beteiligt, außerdem war Egartner 17 Jahre Gemeinderat und drei Jahre Stadtrat, weiters Pfarrkirchen- und Pfarrgemeinderat sowie Seniorenbundobmann.

„Wir haben einen Vollblutgewerkschafter mit großem Wissen und Rückgrat verloren. Sein Tod ist ein großer Verlust“, würdigen Tirols ÖGB-Vorsitzender Philip Wohlgemuth und Osttirols ÖGB-Regionalvorsitzender Willi Lackner dem Verstorbenen.

„Franz war für seine Hilfs- und Einsatzbereitschaft bekannt und wurde dafür über alle Maßen geschätzt. Er engagierte sich jahrzehntelang für zahllose Arbeitnehmer im Bezirk“, streut Bürgermeisterin Elisabeth Blanik dem Verstorbenen posthum Rosen. „Er war bis zum Schluss ein politischer Mensch, dies jedoch immer auf die edelste und wahrhaftigste Art und Weise“, so Blanik.

Der Auferstehungsgottesdienst findet am Freitag, 13. Oktober, um 13.30 Uhr in der Stadtpfarrkirche St. Andrä statt. Um 14.30 Uhr wird Egartner verabschiedet. (TT)