Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 10.11.2017


Bezirk Kitzbühel

Gemeinden wappnen sich für den Notfall

© Land TirolAn zwei Tagen absolvierten 51 Teilnehmer das zweite Modul der Ausbildungsreihe des Landes Tirol.Foto: Land Tirol



Kitzbühel – Im vergangenen Jahr hat das Land Tirol eine Schulungsreihe für die Mitglieder der Gemeinde-Einsatzleitungen gestartet. Nun haben kürzlich alle 20 Gemeinden des Bezirkes Kitzbühel mit 51 Personen auch am zweiten Modul „Stabsarbeit“ teilgenommen. Das bezirksweise organisierte Schulungsprogramm umfasst in Summe fünf Einheiten.

„Die Zahlen zeigen: Das Bewusstsein der Gemeinden für das Katastrophenmanagement ist hoch“, bedankt sich Zivil- und Katastrophenschutzreferent LHStv. Josef Geisler für die zahlreiche Teilnahme an der Schulung. Diese soll den Mitgliedern der Gemeinde-Einsatzleitungen das Rüstzeug für den Ernstfall geben. Gerade im heurigen Sommer habe es zahlreiche kritische Situationen gegeben. „Jeder muss wissen, wo sein Platz ist und was er zu tun hat, wenn eine Katastrophe passiert. Das gilt nicht nur für die Einsatzkräfte, sondern auch für die Mitglieder der Gemeinde-Einsatzleitung“, sagt Geisler.   

Aufgabe einer Gemeinde-Einsatzleitung ist es, die Behörde bei der Abwehr und Bekämpfung von Katastrophen zu unterstützen. Einsatzlei­terIn ist im Normalfall der/die BürgermeisterIn. Dieser bzw. diese wird durch Personen unterstützt, denen klar definierte Aufgabenfelder zugeteilt sind. „Hier geht es um die Darstellung und Beurteilung der Situation ebenso wie um die Bereitstellung von Gerätschaften, den Informationsaustausch oder die Information der Öffentlichkeit“, erläutert Bettina Wengler von der Abteilung Zivil- und Katastrophenschutz.

Das Ausbildungsprogramm biete den Gemeindeverantwortlichen viele praktische Tipps. „Sich bereits im Vorfeld Gedanken über geeignete Räumlichkeiten zu machen, in denen alle kompakt und gut zusammenarbeiten können, zahlt sich aus“, erklärt Marcel Innerkofler, Leiter der Landeswarnzentrale in der Abteilung Zivil- und Katastrophenschutz. Wichtig sei auch, dass der Stützpunkt der behördlichen Einsatzleitung über die notwendige technische Ausstattung verfügt. (TT)