Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 07.02.2018


Bezirk Lienz

Zahl der Asylwerber in Osttirol ist gesunken

Im August 2016 wurden in den Asylwerberheimen des Bezirks 317 Personen versorgt, aktuell sind es nur noch 188. Privat sind 28 untergebracht.

© Getty Images/iStockphotoÖsterreichweit ging die Zahl der Asylwerber zurück. Ein rückläufiger Trend wird auch im Bezirk Lienz verzeichnet.



Von Claudia Funder

Lienz – Die Zahl der Asylwerber ist, wie die TT berichtete, österreichweit kontinuierlich gesunken. Erstmals seit Oktober des Jahres 2015 befinden sich weniger als 60.000 Personen in der so genannten Grundversorgung.

Doch wie gestaltet sich die Situation in Osttirol? Auch hier ist ein rückläufiger Trend zu verzeichnen, wie Georg Mackner von der Tiroler Soziale Dienste GmbH auf Nachfrage bestätigt.

Betrachtet man die Statistik, weist die Kurve vom Herbst des Vorjahres bis heute nach unten. „Im Zeitraum September 2017 wurden im Bezirk Lienz 207 Klientinnen und Klienten versorgt“, erklärt Mackner. Aufgeschlüsselt nach Unterkünften in den einzelnen Gemeinden: In Lienz war das Gros mit 131 Asylwerbern untergebracht, gefolgt von Dölsach mit 24, Nikolsdorf mit 17, Virgen mit zehn, Matrei i. O. mit neun, Prägraten a. Gr. mit acht, Leisach mit sechs und Nußdorf-Debant mit zwei Personen.

Aktuell werden laut Georg Mackner im Bezirk Lienz nur noch 188 Klientinnen und Klienten versorgt. In einigen Gemeinden blieb die Anzahl seit September unverändert, so in Nikolsdorf, Matrei i. O. und Nußdorf-Debant.

In allen anderen Unterkünften hat sich die Anzahl seit Herbst reduziert. In den Lienzer Heimen wohnen aktuell nur noch 125 Asylwerber, in Dölsach sind es 22, in Prägraten a. Gr. sieben, in Leisach fünf Personen und in Virgen nur noch ein Asylwerber.

„Privat leben im Bezirk Lienz derzeit 28 Klientinnen und Klienten, vorwiegend in der Region Lienz Stadt“, erklärt Mackner. In der Grundversorgung befinden sich also derzeit insgesamt 216 Personen. Etwa gleich viele Asylwerber wie heute waren auch bereits im September 2017 privat untergebracht.

Der Hauptgrund, warum sich die Asylwerberzahlen in Osttirol reduziert haben? „Die Überstellungen vom Bund sind weniger geworden“, antwortet Georg Mackner.

Der bisherige Höchststand war im Bezirk Lienz übrigens im August 2016 erreicht worden. Damals waren insgesamt 317 Personen in den Osttiroler Asylwerberheimen untergebracht.




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