Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 22.03.2018


Bezirk Landeck

Zwei verdiente Arlberger vor dem Vorhang

© SchrenzBei der Ehrenzeichenverleihung: Werner Flunger, Gerda Werner, Karl Gabl mit Gattin Stefanie, BM Helmut Mall und Jakob Klimmer (v. l.).Foto: Schranz



St. Anton am Arlberg – Zwei von zehn verdienten Persönlichkeiten waren beim St. Antoner Ehrentag im Herbst 2017 verhindert. Am Sonntag hat die Gemeinde die Ehrenzeichenverleihung an Karl Gabl und Gerda Werne­r nachgeholt.

Zur „Grande Dame“ der Bruderschaft St. Christoph, Gerda Werner, sagte Bürgermeister Helmut Mall: „Sie hat sich in besonderer Weise um die groß­e wohltätige Organisation verdient gemacht. Seit mehr als 50 Jahren ist Gerda Werner umsichtige Schatzmeisterin der Bruderschaft.“ Die Mitgliederzahl ist, so Mall, seit 1964 von 120 auf mehr als 22.000 gestiegen. „Rund 17 Millionen Euro sind an Hilfsbedürftige ausbezahlt worden.“ Die Senior-­Wirtin des Arlberg Hospiz Hotels kümmert sich zudem um die Christophorus­kapelle, Messfeiern und um das Programm des Bruderschaftstages.

Wetterfrosch Karl Gabl, der sich nach einem schweren, unverschuldeten Unfall in Bolivien wieder erholt hat, erhielt wie Gerda Werner das Goldene Ehrenzeichen der Gemeinde St. Anton. Der 70-Jährige war von 1978 bis 2011 bei der Wetterdienststelle Innsbruck tätig und wurde vor allem als Wetterbegleiter zahlreicher Extrembergsteiger berühmt. Mall: „Viele Gipfelsiege wären ohne Charly Gabls Wettervorhersage nicht geglückt.“ Daneben hat sich der St. Antoner als Präsident des Kuratoriums für alpine Sicherheit und für die Installierung des Wetterradars auf der Valluga verdient gemach­t. Bei der Bahnverlegung habe sich Gabl maßgeblich für die Südvariante eingesetzt. (psch)