Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 14.05.2018


Bezirk Schwaz

Neuer Chef für Wehren im Bezirk

Nach 22 Jahren im Schwazer Bezirksfeuerwehrverband sagte Johann Steinberger Adieu. Jakob Unterladstätter löste ihn ab.

© Zwicknagl BH Michael Brandl, Johann Steinberger als neues Ehrenmitglied im Bezirksverband und sein Nachfolger Jakob Unterladstätter (v. l.).Foto: Zwicknagl



Von Walter Zwicknagl

Fügen – „Stillstand bedeutet Rückschritt“ – das war stets die Devise des Schwazer Feuerwehrbezirkskommandanten Johann Steinberger aus Ried im Zillertal, der seit dem Jahr 2003 im Amt war und im Feuerwehrbezirk Geschichte schrieb. „Viele Feuerwehren konntest du mit deiner kompetenten, lösungsorientierten und vor allem menschlichen und kameradschaftlichen Art in ihren Anliegen unterstützen“, betonte sein Nachfolger Jakob Unterladstätter, der „Hansi“ Steinberger beim 131. Bezirksfeuerwehrtag in Fügen die Urkunde für die Ehrenmitgliedschaft im Bezirksfeuerwehrverband übergab. Bisher war Jakob Unterladstätter aus Strass Bezirksfeuerwehrkommandantstellvertreter. In seine Fußstapfen tritt nun Hansjörg Eberharter aus Schwendau, die Agenden eines Schriftführers übernahm Herbert Eibl (Uderns). Neuer Kassier im Bezirksfeuerwehrverband ist Hannes Eberharter (Hart).

Von 2286 Einsätzen im Vorjahr berichtete Bezirksfeuerwehrinspektor Stefan Geisler (Zell am Ziller). „Davon waren 274 Einsätze Brandeinsätze, dazu kommen noch 1527 technische Einsätze, ganz abgesehen von 117 Brandsicherheitswachen und 368 Fehlausrückungen“, stellte er fest. Das seien 265 Einsätze mehr als im Jahr 2016. Alles in allem investierten die 39 Freiwilligen Feuerwehren und die fünf Betriebsfeuerwehren im Bezirk 27.934 Einsatzstunden.

„Der Bezirk Schwaz ist im Feuerwehrwesen gut aufgestellt. Es gab nicht nur neue Fahrzeuge, sondern auch zwei neue Gerätehäuser“, zeigte LHStv. Josef Geisler auf. Bezirkshauptmann Michael Brandl sprach von einer perfekten Amtsübergabe und kündigte für den Herbst eine Bezirkskatastrophenübung an. Noch vor seiner Amtsübergabe befasste sich BFK Johann Steinberger mit den Problemen „Gaffer bei Einsätzen“ und „Skrupellose Handyfilmer“. „Da muss etwas geschehen“, forderte er.

Geehrt wurden Roland Sporer (Schwendau), Andreas Kolb ((Laimach), Andreas Ladstätter (GE Jenbacher), Reinhard Gruber (Uderns), Siegfried Geisler (Zell) und Gebhard Klotz (Mayrhofen). „Im Bezirk Schwaz wird gute Arbeit geleistet“, sagte Landesfeuerwehrkommandant Peter Hölzl, ehe er dem bisherigen BFK Johann Steinberger das Steckkreuz in Gold als höchste Auszeichnung im Verband übergab.




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