Letztes Update am Do, 17.05.2018 09:54

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Steiermark

Suchaktion nach Neunjähriger in Graz mit glücklichem Ausgang

Mitten in der Nacht tauchte das Kind wieder bei seiner Großmutter, bei der es lebt, auf. Es hatte in der Nacht in einem Stall Unterschlupf gefunden.

© Brunner ImagesSymbolbild



Graz – Eine Suchaktion nach einer neunjährigen Schülerin in Graz ist in der Nacht auf Donnerstag erfolgreich zu Ende gegangen. Das Mädchen war seit dem späten Nachmittag abgängig gewesen, noch am Abend war eine große Suchaktion im Grazer Bezirk Ries eingeleitet worden. Nach Mitternacht erschien die Großmutter mit dem unversehrten Mädchen in der Polizeiinspektion, teilte die Landespolizeidirektion mit.

Die 57-jährige Großmutter des Kindes hatte gegen 19.30 in der Polizeiinspektion Ries angezeigt, dass ihre Enkelin, die bei ihr wohnt, abgängig sei. Das Mädchen hätte am späteren Nachmittag für ihre in der Nähe wohnende Urgroßmutter eine Besorgung machen sollen, das Kind kam jedoch nicht mehr zu Hause an. Bei der sofort organisierten Suchaktion waren neben zahlreichen Polizeikräften verschiedener Dienststellen samt Diensthunden auch Kräfte der Feuerwehr eingesetzt.

Kind tauchte mitten in der Nacht auf

Ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera durchsuchte den Bezirk, nachdem sich die Hoffnung zerschlagen hatte, dass sich das Kind bei den Pferdeställen im Nahbereich aufhalten könnte. Kurz nach Mitternacht wurde die Suche schließlich abgebrochen.

Während der Einsatzbesprechung – gegen 1.15 Uhr – erschien die Großmutter und ihr Enkelkind jedoch bei den Einsatzkräften in der Riesstraße. Das Kind war unverletzt, nicht unterkühlt und nicht aufgeregt, wie es vonseiten der Polizei hieß. Wo das Mädchen sich die ganze Zeit aufgehalten und was es gemacht hatte, muss erst geklärt werden. Bei der ersten Befragung gab die Neunjährige an, sie sei bei einem Feld gewesen, auf dem zwei Pferde gestanden wären. Wegen der Dunkelheit sei sie später in einen Hasenstall unweit ihres Wohnortes gegangen. Das Kind wurde am Donnerstag nochmals befragt. (APA)