Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 26.05.2018


Bezirk Kitzbühel

„Frag nach, woher dein Essen kommt“

Die Schüler der Polytechnischen Schule in Brixen haben sich im heurigen Schuljahr auf die Spuren der Regionalität begeben.

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© Harald Angerer



Von Harald Angerer

Brixen i. Th. – Was ist Regionalität? Das war nur eine der Fragen, welche die Schüler der Polytechnischen Schule in Brixen heuer beschäftigt haben. In einer Zusammenarbeit mit dem Verein Kochart haben sie sich über das Schuljahr mit regionalen Lebensmitteln, Kreisläufen und Produkten beschäftigt.

Nachdem im November dazu ein Forum mit Experten in der Schule stattgefunden hat und sich die Schüler bei den „Milchbuben“ in Hopfgarten selbst ein Bild von regionaler Lebensmittelproduktion machen konnten, stand am Donnerstagnachmittag erneut eine Veranstaltung auf dem Programm. Ziel des Forums war es, dass Produzenten, Gastronomen und die Schüler einen Dialog starten.

Nach einer Podiumsdiskussion wurden auch Lebensmittel verkostet. Dabei sollten die Schüler den Unterschied zwischen Massenware und heimischer Produktion erschmecken. Auf dem Programm stand auch ein Vortrag von Maria Fanninger vom Verein „Land schafft Leben“. „Es muss uns klar sein, dass jede Kaufentscheidung in einem Geschäft einen Produktionsauftrag erteilt. Wir können dabei entscheiden, ob dieser Auftrag zum Beispiel nach Irland geht oder in der Region bleibt“, sagt Fanninger. Auch in den Restaurants sollte man mehr auf die Herkunft achten. „Fragt nach, woher euer Essen kommt“, rief sie die Schüler auf, an dem Umdenkprozess mitzuwirken.

Neben Fanninger saß am Podium Johann Misslinger von der Holzalm in der Kelchsau. „Wenn wir nicht bereit sind, regional zu konsumieren, wird es bald keine Bergbauern mehr geben“, unterstreicht Misslinger die Bedeutung von regionalem Denken und Handel.

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Die Schüler haben das ganze Schuljahr über das Thema behandelt und bekamen von Kochart viel Lob. „Es ist wirklich schön, mit wie viel Einsatz ihr alle dabei seid“, sagt Katie Tropper von der Kochart. Mit der Zusammenarbeit möchte der Verein schon bei den Jugendlichen die Bedeutung der Regionalität festigen.