Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 13.06.2018


Bezirk Landeck

Zahlreiche Hände in der Osteuropahilfe engagiert

Landecker Initiative bereitet wieder Hilfsgüter-Transporte vor. Delegation aus dem Paznaun übergab 33.600 Euro an Pater Sporschill in Rumänien.

© WenzelDie Landecker Pontlatz-Kaserne ist auch heuer wieder Sammelplatz für die Osteuropa-Hilfsaktion.



Von Helmut Wenzel

Landeck, Ischgl, Galtür – Den ersten Hilfstransport in osteuropäische Armenregionen hatte der frühere Landecker Landtagsabgeordnete Heinrich Juen 2005 organisiert. Seither rollen Jahr für Jahr mehrere tausend Kartons mit Bekleidung und Schuhen, Spielsachen, Hygieneartikel, Pflegebetten, Rollstühle usw. von der Pontlatz-Kaserne aus in Richtung Osten. Schützenregimentskommandant Fritz Gastl aus Landeck hat Juen inzwischen abgelöst und die Koordination übernommen.

Voriges Jahr trafen in Summe 62 Tonnen Hilfsgüter in der Kaserne ein – alles Spenden aus dem Bezirk und weit darüber hinaus. 60 ehrenamtliche Helfer engagierten sich bei der logistischen Abwicklung und Beladung der Sattelschlepper – die Transportkosten werden vom Land Tirol bezahlt.

Der große Aktionstag in der Kaserne ist heuer für Dienstag, 25. September, fixiert. Das Team um Fritz Gastl ist von 9 bis 16 Uhr vor Ort, die ersten Lkw werden beladen und startklar gemacht. Pakete können aber auch schon am Freitag, 21. September, von 13 bis 16 Uhr sowie am Samstag, 22. September, von 8 bis 12 Uhr abgegeben werden.

Seilbahnvorstand Hannes Parth (2. v. l.) überreichte Spendenschecks an Pater Sporschill (3. v. l.).
- SSAG

In Fließ nimmt das Team mit Schützenmajor Josef Gfall die Hilfspakete am Freitag, 14. September, von 12 bis 20 Uhr entgegen. Das Spendenkonto „Hilfe für Osteuropa“ AT81 4239 0005 0011 2819 steht weiterhin zur Verfügung. „Mit dem Geld werden zum Beispiel Waschmaschinen oder Herde vor Ort gekauft. Das ist sinnvoller, als derartige Geräte über eine weite Strecke zu transportieren“, so Gastl.

Auch aus dem Paznaun kommt Unterstützung, speziell für die Organisation „Elijah“ von Jesuitenpater Georg Sporschill und Ruth Zenkert. „Wir gehen dorthin, wo die Not am größten ist“, erklären die beiden und engagieren sich in rumänischen Slums. Roma-Familien hausen dort in kleinsten Hütten ohne Wasser, meist ohne Strom- und Gasanschluss.

Die Galtürer Jugendfeuerwehr konnte bei der Verteilung des Friedenslichtes fast 5000 Euro für „Elijah“ sammeln und kürzlich an Sporschill übergeben. Für die Silvrettaseilbahn AG, die seit einigen Jahren den Erlös aus dem Verkauf der VIP-Karten für das „Top of the Mountain“- Konzert spendet, überreichte Vorstand Hannes Parth einen 15.000-Euro-Scheck (VIP-Karten-Erlös aus dem Helene-Fischer-Konzert). In Summe flossen 33.600 Euro an die Organisation „Elijah“ – private Spender aus dem Paznaun sowie die Bruderschaft St. Christoph haben sich ebenfalls beteiligt.

Die Galtürer Delegation.
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