Letztes Update am So, 17.06.2018 14:03

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutschland

Bub nutzte Handy auf Kreuzfahrt: Rechnung beträgt 12.000 Euro

Böse Überraschung nach einem schönen Urlaub: Weil der Bub sich in ein Mobilfunknetz einwählte und Videos in der Größe von rund 470 Megabyte anschaute, bekam eine Berliner Familie eine saftige Handyrechnung.

(Symbolbild)

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Berlin – Eine Mini-Kreuzfahrt ist für eine Berliner Familie zur riesigen Kostenfalle geworden. Wie NDR 1 Welle Nord berichtet, nutzte der zwölfjährige Sohn der Familie auf der Fähre der Reederei Color Line von Kiel nach Oslo sein Handy, um sich Videos anzuschauen.

Kurz nach dem Urlaub sei dann eine deftige Rechnung des Mobilfunkanbieters angekommen: 12.000 Euro für rund 470 Megabyte genutzte Daten. Das Handy des Buben hatte sich offenbar in das über Satellit ausgestrahlte Mobilfunknetz „Telenor Maritime“ eingewählt, sagt der Geschäftsführer der Reederei, Dirk Hundertmark.

„Kulanzlösung“

Wie auch in Flugzeugen fallen bei der Nutzung solcher Netze hohe Roaming-Gebühren an. Color Line versuche Passagiere vorab auf ihrer Internetseite über mögliche Kosten zu informieren. Es sei sehr selten, dass Passagiere sich unbemerkt in das Satellitennetz einwählten. Kunden würden per SMS von ihrem Anbieter über mögliche Kosten informiert.

„Das ist wirklich ein Extremfall, den die Familie da erlebt hat“, sagt der Geschäftsführer. Die Reederei biete kostenpflichtige WLAN-Pakete als Alternative an. Der Mobilfunkanbieter der Familie reduzierte aus Kulanzgründen die Rechnung auf 5000 Euro. (TT.com)

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