Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 28.06.2018


Gesellschaft

Zwischen Polizei und Klinik funkt’s

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© zeitungsfoto.at



Innsbruck – „Schutz kritischer Infrastruktur“ lautete der etwas sperrige Titel eines kleinen Festaktes, der am Mittwoch in der Landespolizeidirektion in Innsbruck stattfand. Dahinter verbarg sich die Übergabe von drei Digitalfunkgeräten der Polizei an die Tirol Kliniken, die Tilag und die Gesellschaft „Transalpine Ölleitung“. Mit diesen Geräten ist es den drei Unternehmen als „Betreiber kritischer Infrastruktur“ möglich, im Krisenfall jederzeit Kontakt mit dem Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) in Wien aufzunehmen. Das sei keine Einbindung in den Polizeifunk, erklärte Sylvia Mayer (BVT): „Aber es ist den österreichweit 110 Unternehmen möglich, miteinander zu kommunizieren und über das BVT Kontakt zur Polizei aufzunehmen.“ Für Landeshauptmann Günther Platter ist das „Trara um die drei Funkgeräte“ gerechtfertigt: „Ich erinnere an die Lawinenkatastrophe von Galtür im Winter 1999. Dort ist alles zusammengebrochen, zur Zivilbevölkerung bestand kein Kontakt mehr.“ Platter betonte weiters, dass Tirol 2006 Vorreiter beim digitalen Polizeifunk war. Die Auswahl der drei Tiroler Unternehmen wurde mit deren Bedeutung für die Gesundheits- bzw. Energieversorgung der Bevölkerung begründet. Für die Funkgeräte sind die jeweiligen drei Sicherheitsbeauftragten verantwortlich. (TT)




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