Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 12.07.2018


Bezirk Imst

Tarrenz schafft Betreuung für beinahe 150 Kleinkinder

Am Dienstag feierte die Gemeinde gemeinsam mit LR Palfrader den Spatenstich für Kindergarten und Kinderkrippe neben der Schule.

© PaschingerEin Haufen Arbeit liegt nun vor der Gemeinde Tarrenz: Am Dienstag wurde der Spatenstich gefeiert, im September des kommenden Jahres sollte das Kinderbetreuungszentrum fertig gestellt sein.Foto: Paschinger



Von Alexander Paschinger

Tarrenz – „Die Zukunft gehört unseren Kindern“, betonte der Tarrenzer Bürgermeister Rudolf Köll in seiner Ansprache nicht nur einmal. Und sosehr der notwendige Neubau von Kindergarten und Kinderkrippe „Schneggahaisle“ auch die Gemeindekasse strapaziert – es sei doch ein Zeichen für das wachsende Tarrenz, was vor allem auch auf die Stadtnähe zu Imst zurückzuführen sei.

Tatsächlich ist der Verein „Schneggahaisle“ noch in Miete untergebracht und auch der Kindergarten wird aufgrund sinkender Zahlen bei den Gruppengrößen immer beengter. Die Lösung wird – auch mit Turbulenzen in der Dorfpolitik – seit Oktober 2016 angestrebt. Seit Oktober 2017 liegt das Siegerprojekt vor und bis September 2019 werden die Pläne der Architekten Martin Tabernig und Alois Zierl umgesetzt. Dafür fand am Dienstagnachmittag der Spatenstich statt, zu dem auch die zuständige Landesrätin Beate Palfrader angereist war.

Tabernig und Zierl haben sich bereits einen Namen in der Region gemacht: Aus ihrem Büro stammen auch die Pläne für den neuen Kindergarten im Imster Stadtteil Auf Arzill. In Tarrenz wird direkt neben dem Mehrzwecksaal und der Volksschule ein nord-süd-orientiertes Gebäude errichtet. Im Tiefgeschoß entsteht eine Tiefgarage mit 25 Stellplätzen sowie die Zentrale für die Tarrenzer Breitbandversorgung. Das Erdgeschoß ist für die Kinderkrippe mit vier Gruppenräumen zu je zwölf Kindern vorgesehen, im Obergeschoß gibt es fünf Gruppenräume (jeweils für 20 Kinder) für den Kindergarten. Insgesamt werden somit knapp 150 Betreuungsplätze für Kleinkinder geschaffen. „Es wird einen gemeinsamen Campus als Eingangsbereich für Kindergarten, Kinderkrippe und Schule geben“, erläuterte Architekt Tabernig. Insgesamt entstehen 1936 m² Nutzfläche. Einmal mehr betonte der Bürgermeister auch die künftig erwünschte Verkehrsberuhigung: „50 Meter zu Fuß zu gehen, muss Zukunft sein“, meinte BM Köll.

„Kinderbetreuungs- sind auch Kinderbildungseinrichtungen“, erklärte LR Palfrader in ihren Ausführungen. Es gehe auch um die Gestaltungsfreiheit für Eltern, aber auch Großeltern seien heutzutage oft noch im Erwerbsleben eingebunden. Sicher seien Kinderkrippe und Kindergarten in erster Linie Gemeindeprojekte: „Das Land steht aber dahinter.“ Solche Aufgaben seien auch ein positiver Aspekt für die heimische Wirtschaft. Das unterstreichen jedenfalls die Baukosten: 5,02 Millionen Euro sind derzeit veranschlagt. Die voraussichtliche Förderung des Landes wird in etwa drei Millionen Euro ausmachen.