Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 10.08.2018


Bezirk Kitzbühel

Bausteine sollen Geld für Probelokal einbringen

Gestern erfolgte der Spatenstich für das neue Probelokal der Stadtmusik Kitzbühel – damit wird auch die Volksschule barrierefrei.

© AngererIn den nächsten Monaten wird das neue Probelokal der Stadtmusik Kitzbühel am Volksschulvorplatz errichtet. Gestern erfolgte der offizielle Spatenstich für den Anbau.Foto: Angerer



Von Harald Angerer

Kitzbühel – „Für uns ist das heute ein Feiertag“, sagte der Obmann der Kitzbüheler Stadtmusik, Michael Schwanninger, gestern beim Spatenstich für das neue Probelokal für seine Musikkapelle. Schon seit vielen Jahren sei dies ein Wunsch und im vergangenen Jahr habe man sich nun sehr intensiv mit dem Neubau beschäftigt. Die Stadtmusik hat sogar eine eigene Arbeitsgruppe eingerichtet, die sich mit dem Neubau beschäftigt hat.

Vor allem der Standort war ein großes Thema. Hier ist die Entscheidung wieder auf die Volksschule Kitzbühel gefallen. Schon jetzt ist das Probelokal dort untergebracht. „Es ist aber viel zu klein und nicht mehr zeitgemäß“, schildert Schwanninger. Der bisherige Standort habe sich aber als der beste erwiesen. Das freut auch Bürgermeister Klaus Winkler. „Es ist wichtig, dass nicht alles an den Stadtrand gedrängt wird, sondern das Leben in der Stadt stattfindet“, sagte Winkler beim Spatenstich.

Auch habe sich mit dem Standort eine Synergie mit der Volksschule Kitzbühel ergeben. Mit dem neuen Probelokal wird die Schule einen Lift vom Keller bis zum Dachgeschoß bekommen und somit endlich großteils barrierefrei werden. Zudem ergeben sich dadurch auch Möglichkeiten, in Zukunft das Dachgeschoß der Schule ebenfalls zu nutzen. „Wir freuen uns also nicht nur mit der Stadtmusik, der Umbau ist auch für uns sehr wichtig“, betont Direktorin Barbara Jenewein.

Die neuen Räumlichkeiten für die Stadtmusik bieten dann bis zu 60 Personen Platz, aktuell sind 49 aktive Musikantinnen und Musikanten bei der Kapelle. Die Gesamtkosten für das Projekt betragen 1,9 Millionen Euro, wobei die Stadtmusik für die Akustik und die Innenausstattung selbst aufkommen muss. „Wir haben deshalb eine Bausteinaktion ins Leben gerufen, denn jeder Euro zählt“, schildert Schwanninger. So gibt es große Bausteine in Bronze, Silber, Gold und Platin von 2500 Euro bis über 10.000 Euro, mit kleinen Bausteinen um 500 Euro gibt es einen Eintrag auf einem Notenständer, bei 100 Euro zusätzlich auch noch auf einem Stuhl.

Der Zeitplan für die Bauarbeiten sei „sportlich“, wie es Bürgermeister Winkler bezeichnet. So gilt es vor allem in den letzten Ferienwochen noch viel umsetzen zu können. Der Neubau soll dann bis Weihnachten des heurigen Jahres stehen, dann erfolgen im kommenden Jahr die Arbeiten im Bestand.