Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 07.09.2018


Bezirk Imst

Rad-WM trifft zwei Tage auf den Bezirk Imst

Exekutive und betroffene Bürgermeister nehmen das Sportereignis locker. Probleme könnte aber die Ötztaler An- und Abreise bereiten.

© PloderVon der Area 47 (Auffahrt hinten links) schwenkt die Streckenführung bei den Mannschaftszeitfahren von Damen und Herren in den Ötztaler Kreisverkehr, der am Rennsonntag zweimal für Stunden gesperrt ist.Foto: Ploder



Ötztal-Bahnhof – Zwei Wochen vor der Rad-WM fragen sich inzwischen doch so einige, welche Auswirkungen das Ereignis auf den Bezirk Imst haben wird. Konkret sind es drei Termine an zwei aufeinanderfolgenden Tagen, welche die Inntalgemeinden entlang der Tiroler Bundesstraße zwischen Ötztal-Bahnhof und Rietz betreffen werden: Am Samstag, den 22. September, findet das Training für das Mannschaftszeitfahren statt. Die Rennen für die Damen- und Herrenteams gehen dann am Sonntag, den 23. September, über die Bühne. Das bedeutet jeweils zwei- bis dreistündige Sperren. Der Imster Bezirks-Polizeichef Hubert Juen beruhigt aber jedenfalls: „Es ist keiner eingesperrt, die Feuerwehr- und Polizeiversorgung ist sichergestellt.“

„Wir sind als Gemeinde nur am Rande involviert“, sagt der Oetzer Bürgermeister Hansjörg Falkner, vielmehr sieht er den Ötztal Tourismus und seine Vermieter gefordert. Immerhin betrifft die Sperre des Ötztaler Kreisverkehrs vor allem am Rennsonntag die An- und Abreise. Am Samstag, so Juen, sei die Situation insofern entschärft, als das Training erst östlich des Kreisverkehrs Richtung Haiming Sperren nach sich ziehe.

„Ich sehe das Ganze nicht so dramatisch“, meint der Ötztaler Tourismus-Direktor Oliver Schwarz. Vielmehr gibt es von ihm einen Seitenhieb auf die Gemeinde Oetz, die nach dem Ötztaler Radmarathon die Verkehrsinseln am Montag bearbeitete und somit einen Stau bei der Abreise „bis nach Umhausen“ fabriziert habe. Polizeikommandant Juen wiederum weiß, dass sich die Ötztaler selbst zu helfen wüssten, „und den Gästen muss man halt einfach erklären, zu welchen Zeiten sie abreisen können“. Der Sautner Dorfchef Manfred Köll nimmt es locker: „Ich denke, das Stau-Problem wird heißer gekocht als gegessen. Wir erwarten zwar einen Stau des Durchzugsverkehrs vor der Sautner Brücke auf der B186 Ötztalstraße. Im Ort selbst wissen wir uns zu helfen.“

Problematischer scheint die Situation für die Gemeinden Stams und Rietz zu sein, die eigentlich nur über die Bundesstraße zu erreichen sind. Dazu Gerhard Krug, Bürgermeister von Rietz: Für die Rietzer Bevölkerung gibt es lokale Umleitungen u. a. kommen wir über Mötz raus. Wir kommen schon zurecht. – Wenn sie radeln wollen, sollen sie radeln.“ (pascal, top)




Kommentieren


Schlagworte