Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 15.09.2018


Bezirk Reutte

Franz Neuner als Außerferner Dekan wiedergewählt

Der Geistliche steht im Außerfern 13 Priestern vor, die 25.000 Katholiken betreuen.

© TscholImmer auf Augenhöhe mit und ganz nah an den Menschen: Dekan Franz Neuner (56).



Von Helmut Mittermayr

Breitenwang – Derzeit finden in ganz Tirol die Dekanatswahlen statt. Im Außerfern schritten am Donnerstag 30 Personen zur Stimmabgabe. Pro forma. Nicht dass die Wahl nicht rechtens gewesen wäre. Aber die Person, um die es ging, war derart unumstritten, dass niemand anderer nur denkmöglich gewesen wäre. Die Rede ist von Franz Neuner. Der Geistliche ist seit 15 Jahren Dekan im Bezirk Reutte. Nun wurde er für weitere fünf bestätigt. Das Dekanat Breitenwang umfasst 38 Pfarren und Seelsorgestellen und ist zu 99,9 Prozent deckungsgleich mit dem Außerfern. Nur die Bewohner der beiden Steeger Weiler Gehren und Lechleiten haben wenig mit Franz Neuner zu tun, gehören die Fraktionen doch zur Diözese Feldkirch.

Zum Stellvertreter Neuners wurde wieder Pfarrprovisor Tomasz Kukulka gewählt. Als Wahlleiter fungierte Generalvikar Florian Huber. Im Gebiet des Dekanats Breitenwang leben 32.500 Menschen, knapp 25.000 sind Katholiken. Rund drei Viertel der Bevölkerung im Bezirk Reutte sind damit eingetragen katholisch. Um diese Herde kümmern sich acht hauptamtliche Pfarrer, vier nimmermüde Geistliche in Pension, ein Kooperator und eine „Mehr-als-Aushilfe“ in derzeit fünf Seelsorgeräumen. Hinzu kommen Diakone, Pastoralassistenten, Caritasreferenten, Krankenhausseelsorger und Pfarrkuratoren – mit Laientheologen also 30 Personen, die von der Kirche beschäftigt sind. „Und“, das ist Franz Neuner ganz wichtig, „die große Zahl der Pfarrgemeinde- und Kirchenräte – eine wirkliche Ermutigung.“

Für Neuner ist „Kirche kein Selbstzweck“. Er möchte in der „missionarischen Pastoral“ auch hinausgehen und die frohe Botschaft absichtslos anbieten. Natürlich mit Christen am Sonntag die Messe feiern und das Miteinander in der Pfarre stärken. Vor allem auch für Menschen da sein, die es nicht so leicht haben, die große Herausforderungen zu bewältigen haben.




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