Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 14.10.2018


Gesellschaft

„Sie wissen nicht, was sie anrichten!“

© Foto TT / Rudy De Moor„Wir sind für dich da“: Wer Hilfe braucht, kann sich an die Tiroler Kinder- und Jugendanwältin Elisabeth Harasser wenden.



Die Kinder- und Jugendanwaltschaft Tirol (Kija) widmet sich als Ombudsstelle den Anliegen und Fragen von Kindern und Jugendlichen. Gibt es Probleme, können sie sich direkt an ihre eigene Interessenvertretung wenden und sich dort beraten lassen.

Um es nach Möglichkeit gar nicht erst so weit kommen zu lassen, leisten die Mitarbeiter aber auch Präventionsarbeit an allen Tiroler Volks- und Mittelschulen und AHS-Unterstufen, aber auch schon in Kindergärten, wie die Tiroler Kinder- und Jugendanwältin Elisabeth Harasser berichtet. Den ganz Kleinen vermittelt eine Kindergartenpädagogin mit dem Drachen Fridolin und der Kinderrechte-Schatztruhe: „Niemand darf dir weh tun."

„Rechte kann man nur einfordern, wenn man sie kennt", sagt Harasser. Es gehe aber nicht darum, Kinder gegen ihre Eltern aufzuhetzen.

Wie Harasser sagt, sei ein Thema „omnipräsent": Mobbing. „Es gibt Fälle, die so schwer sind, dass wir sie gemeinsam mit der Klasse behandeln müssen." Auch in präventiven Workshops werden die Kinder und Jugendlichen mit dem Thema konfrontiert. Mobbing fällt unter den Bereich psychische Gewalt, die Auswirkungen von andauernden Abwertungen oder Demütigungen würden völlig unterschätzt, so die Kinder- und Jugendanwältin. „Leider wissen auch viele Erwachsene nicht, was sie damit anrichten können!"

Die Beratungsangebote der Tiroler Kinder- und Jugendanwaltschaft in der Meraner Straße 5 in Innsbruck sind vertraulich, kostenlos und anonym, Tel. 0512

508-3792, www.kija-tirol.at (ms)