Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 16.10.2018


Bezirk Imst

Ein paar Tropfen Blut lassen Michael Hoffnung schöpfen

Typisierungsaktion: Michael aus Imst bittet am 20. Oktober zwischen 11 und 15 Uhr in der Trofana Tyrol um große Beteiligung.

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© Falkner



Von Thomas Parth

Imst, Mils – Viele von uns ertragen Geburtstage als leidliche Gegebenheit, frei nach dem Motto „Wieder ein Jahr älter“. – Nicht so Michael Falkner aus Imst. Am 11. Oktober feierte der Bub seinen 9. Geburtstag. Michael leidet an SDS, dem Shwachman-Diamond-Syndrom. In seinem Fall macht sich die Erkrankung durch Minderwuchs, ein geschwächtes Immunsystem und durch eine unzureichende Tätigkeit der Bauchspeicheldrüse bemerkbar.

„Wir leben seit 2016 mit dieser Diagnose. Zuvor wurde Michael auf Stoffwechsel­erkrankungen behandelt“, zeigt Michaels Mama, Karin Falkner, auf.

„Meine Schwester hat mich auf den TT-Artikel über die Imster Knochenmarkspenderin und die bevorstehende Typisierungsaktion von Geben-für-Leben und Rotary hingewiesen“, erinnert sich Falkner. Sie habe sich dann kurzerhand mit dem Verein Geben-für-Leben, der mittlerweile in ganz Österreich für seine Typisierungen bekannt ist, in Verbindung gesetzt. „Dieses Telefonat war für uns wie Weihnachten, Ostern und Neujahr zusammen, weil wir in den zehn Minuten mehr erfahren haben als in zwei Jahren auf der Klinik“, meinen Karin und ihr Mann Wolfgang einhellig. Seit April wolle man sich, von Ärzteseite, um eine passende Knochenmarkspende bemühen. „Ich habe gefragt, ob ich als Privatperson und Mutter bei dieser Suche mithelfen kann. Man hat mir versichert, dass dies nicht nötig sei“, schüttelt Karin Falkner den Kopf.

Erst durch die Initiative des Rotary Club Imst-Landeck und durch den privaten Verein aus Vorarlberg könne die Familie Falkner wieder Hoffnung schöpfen. „Es geht mir nicht allein um mein Kind, sondern um alle Leukämiekranken, die auf passende Stammzellenspender hoffen“, unterstreicht Falkner. Das Beispiel der Imsterin Sabine Frischmann-Lentsch habe zudem gezeigt, dass durchaus die Möglichkeit besteht, durch eine Stammzellen-Typisierung die Chance auf eine Lebensrettung zu bekommen. „Es geht um ein paar Tropfen Blut, die zur Bestimmung ausreichen, ob man mit einem Hilfesuchenden übereinstimmt“, weiß Falkner, die sich an die TT-Leserschaft wendet, sich am Samstag, 20. Oktober, zwischen 11 und 15 Uhr in der Autobahnraststation Trofana Tyrol in Mils bei Imst typisieren zu lassen.

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