Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 23.10.2018


Innsbruck

Innsbruck will alte Stadtbücherei für Ämter nutzen

Der Stadtsenat entscheidet morgen über den Mietvertrag für die neue Stadtbibliothek (Bild).

© DomanigDer Stadtsenat entscheidet morgen über den Mietvertrag für die neue Stadtbibliothek (Bild).



Innsbruck – „Mietvertrag Stadtbibliothek Innsbruck“: So steht es morgen Mittwoch auf der Tagesordnung des Innsbrucker Stadtsenats. Aus Sicht von Vize-BM Franz X. Gruber (VP) ein „irreführender Begriff“: „Denn eigentlich wird hier Eigentum und somit ein Wert für die Stadt geschaffen“, betonte Gruber gestern bei der Wochen-Pressekonferenz der Stadtregierung. „Aus steuerlichen Gründen wurde der Ankauf der Gebäudeteile über die Innsbrucker Immobilien GmbH (IIG) als 100-Tochter der Stadt abgewickelt, wir zahlen diesen Kredit nun zurück.“ Wie berichtet, sind es rund 90.000 Euro monatlich, die die Stadt in den kommenden 25 Jahren für die 3000 Quadratmeter Nettonutzfläche im P2-Turm an die IIG zu überweisen hat. Diese Kosten hatten in der Innsbrucker Stadtpolitik zuletzt für heftige Kontroversen und geballte Kritik der Opposition gesorgt. Im Stadtsenat ist eine Mehrheit jedoch fix: Die VP wird ebenso zustimmen wie Grüne und Für Innsbruck, die FPÖ dagegen votieren. StR Elisabeth Mayr (SPÖ) kündigte gestern an, sich im Stadtsenat der Stimme enthalten zu wollen.

Mit der Übersiedlung in die neuen Räume rückt auch die Nachnutzung der alten Stadtbücherei in der Colingasse in den Fokus: Hier habe man in der Stadtregierung grundsätzlich vereinbart, die Flächen künftig für städtische Ämter zu nützen, berichteten Gruber und Mayr. Konkret gebe es die Idee, dass das städtische Gesundheitsamt dorthin übersiedeln oder aber eine zentrale Anlaufstelle für Schulen, Kindergärten, und -krippen, eine Art „Haus der Bildung“, geschaffen werden könnte – mit niederschwelligen Informations- und Beratungsangeboten zu Schulschwerpunkten, Erwachsenenbildung und anderen Bildungsfragen. (md)