Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 26.10.2018


Bezirk Schwaz

Fünf neue Kraftwerke versorgen Hippach

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© AEP



Hippach – Das Wasser ist derzeit in vielen Orten knapp geworden. Nicht so in Hippach. „Wir haben genug Wasser“, sagt GV Michael Sporer. BM Gerhard Hundsbichler weiß, dass so manche kleine private Quelle versiegt ist: „Das hängt sehr vom Bereich ab.“ Aber das Wasser der Gemeinde läuft, und zwar sprudeln 22 bis 28 Liter pro Sekunde durch die sanierten Hochbehälter.

Damit eine gute Trinkwasserversorgung möglich ist, hat die Gemeinde in den letzten Jahren viel investiert. Seit 2016 wurde die Versorgungsanlage vom Hochschwendberg bis Waldeck in vielen Schritten saniert und erneuert. Zudem wurden fünf Hochbehälter – Grün, Perler, Greider, Tal und Waldeck – mit einem Trinkwasserkraftwerk ausgestattet. Somit wird der jährliche Stromverbrauch von etwa 360 (der insgesamt rund 500) Hippacher Haushalte gedeckt.

Den Strom speist die Gemeinde ins Tiwag-Netz ein. Innerhalb von etwa 17 Jahren kann man so die Kosten des Gesamtprojektes von rund 2,4 Mio.Euro wieder refinanzieren. „Aber an erster Stelle steht die Trinkwasserversorgung“, stellt GV Sporer klar. Laut Michael Möderl (Wasserwirtschaft Land Tirol) sei bei diesem Projekt auch das zukünftige Wachstum der Gemeinde mitbedacht worden, sodass genug Wasser vorhanden sei.

Die höchste Baustelle lag auf 1500 Metern. Die Gesamtlänge der Leitungen bis ins Tal beträgt 5280 Meter und die Kraftwerke erbringen eine Leistung von 133 kW. Vor allem steckt in den Hochbehältern aber auch viel Arbeit und Technik. Das weiche Quellwasser hat in den vergangenen Jahren die Betonschicht der Hochbehälter stark angegriffen und aufgeraut. „Das Baumaterial eines solchen Behälters muss auf das Wasser abgestimmt werden“, erklärt Lukas Haberl vom Planungsbüro AEP. Daher wurden die Wasserkammern nicht nur mit einem speziellen Nassspritzmörtel neubeschichtet, auch Isolierglas kam zum Einsatz. Weiters wurden eine Fernüberwachung, Zwangsbelüftung, Abdichtung und Wärmedämmung installiert, sowie die Quellstube Aue neugebaut. (emf)