Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 19.11.2018


Osttirol

Kindergarten in St. Veit in Defereggen wieder geöffnet

St. Veit in Defereggen hat die Räumlichkeiten für die Kleinsten erweitert.

© Daniela AguDie Kinder haben sich mit einem Lied bei den Verantwortlichen für den Umbau des Kindergartens bedankt.



Von Daniela Agu

St. Veit i. Def. – Der neue Kindergarten der rund 670 Einwohner starken Gemeinde St. Veit in Defereggen wurde im Beisein von Landesrat Johannes Tratter wieder eröffnet. Bürgermeister Vitus Monitzer begrüßte die Gäste zu den Feierlichkeiten. Der Bürgermeister der Nachbargemeinde St. Jakob, Ingo Hafele, war auch dabei und freute sich mit den St. Veitern über das gelungene Projekt.

„Im März 2017 kam es zu einer Inspektion, wo festgestellt wurde, dass die Gegebenheiten des alten Kindergartens nicht mehr den Richtlinien entsprechen“, berichtete der Ortschef. Es wurde keine Genehmigung zum weiteren Betrieb mehr erteilt. „Damit war klar, dass ein Umbau notwendig, eine Veränderung unumgänglich war.“ In der ersten Planungsphase versuchte man die Kosten zu schätzen. Im Mai 2018 gab es bereits einen einstimmigen Beschluss in der Gemeinderatssitzung.

LR Johannes Tratter, Helga Rieger (Elternverein), Kindergärtnerin Gabriele Unterlercher, Bauleiter Walter Stemberger und BM Vitus Monitzer (v. l.).
- Daniela Agu

Aufgrund der Regierungsbildung kam es zu Verzögerungen seitens des Bundes, da noch kein Budget feststand. „Nach Verhandlungen traf im August 2017 eine Förderzusage über 132.000 Euro vom Bund ein und es kam zur Bauverhandlung“, erklärte Monitzer. Weitere 100.000 Euro wurden vom Land und der Gemeinde finanziert. Im Jänner 2018 erfolgte die Ausschreibung, im April der Baubeginn. Im August 2018 wurde der Umbau fertig gestellt. Im September hat man auch den neuen Spielplatz übergeben, der nun auch von der Allgemeinheit genutzt werden kann. „Ende Oktober sind die Möbel eingebaut worden und jetzt ist alles fertig“, resümierte der Bürgermeister.

Durch den Umbau sind 110 Quadratmeter neue Nutzfläche entstanden, darunter ein weiterer Gruppenraum, eine Küche und Lagerräume. Das Bad ist behindertengerecht umgebaut worden. Teilweise hat man das alte Mobiliar wieder eingesetzt. Während der Umbauphase mussten die Kinder in die ehemalige Volksschule in Feld ausweichen. Monitzer dankte den Eltern für den reibungslosen Ablauf und ihr Verständnis. Baumanager war Walter Stemberger, der selbst ein gebürtiger St. Veiter ist.

Die Kindergärtnerin Gabriele Unterlercher erklärte, dass es wohl ein Zauberwort gebe, das vermutlich die Neuerungen im Kindergarten erst möglich gemacht habe. Dieses Wort kannten natürlich alle Kinder, die ein passendes Lied dazu vortrugen. Während es in der ersten Strophe um das Wort „bitte“ ging, handelte die zweite Strophe vom Wort „danke“. Danach überreichten die Kinder dem Bürgermeister und dem Landesrat ein großes Lebkuchenherz. Der kleine Moritz war enttäuscht, denn Bezirkshauptfrau Olga Reisner hatte sich entschuldigt. So gab er seinen Lebkuchen dem Bürgermeister, mit der Bitte um Weiterleitung. Landesrat Tratter dankte für die Einladung. Er nannte Monitzer „einen harten Knochen“, wenn es um Förderverhandlungen gehe, er sei ein „guter Kämpfer“ für seine Gemeinde. Noch wichtiger als das Gebäude sei in seinen Augen jedoch die liebevolle pädagogische Betreuung der Kinder.