Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 21.11.2018


Bezirk Schwaz

HBFLA Rotholz: Ostflügel im Schloss wird Wirtschaftstrakt

Die Küche an der LLA Rotholz muss für die Versorgung von bis zu 900 Personen erweitert werden. Sieben Millionen Euro sind dafür notwendig.

© Zwicknagl



Von Walter Zwicknagl

Rotholz – Der Neubau der Höheren Bundeslehr- und Forschungsanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, Lebensmittel und Biotechnologie – kurz HBFLA genannt – in Rotholz wächst und wächst. Im August wurden die Bauarbeiten offiziell gestartet, für den Schulstart 2020/21 muss alles fertig sein. Auch die Bundesanstalt für Alpen­ländische Milchwirtschaft wird dabei neu errichtet. Die Rede ist von Kosten in der Höhe von 55 Millionen Euro.

Umgebaut und teilweis­e neu gebaut werden muss aber auch an der Landeslehranstalt. Erst vor wenigen Tagen gab es die Bauverhandlung. „Wir müssen die Versorgungseinrichtung erweitern“, sagt Direktor Josef Norz. Ursprünglich war das im Hauptteil des Schlosses geplant, schlussendlich einigte man sich auf den Ostflügel. 20 Schlaf­plätze müssen in einen anderen Gebäudeteil verlegt werden, sodass dieser zur Gänze als Wirtschaftstrakt zur Verfügung steht. Die Kosten dürften sich auf sieben Millionen Euro belaufen.

Den Bau des Speisesaales und die Zimmerverlegung will man im nächsten Jahr in Angriff nehmen, 2020 steht die Erweiterung und die Adaptierung der Betriebsküche auf dem Programm. „Im laufenden Schulbetrieb werden 200 Schüler der LLA und 150 Schülerinnen der Hauswirtschaftsschule versorgt. Mit Kursen und Berufsschulen sind es oft 500 Personen, die schon jetzt bekocht werden. Zwischen 300 bis 400 Schüler mehr werden es sein, wenn die Schule aus Kematen nach Rotholz übersiedelt ist. Denn 13 Klassen sind für das neue Zentrum der agrarischen Bildung geplant. „Natürlich war in das ganze Projekt Versorgungseinrichtung das Bundesdenkmalamt eingebunden. Die Lösung, die jetzt gefunden wurde, ist sicher die bestmögliche“, betont Norz.




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