Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 21.11.2018


Innsbruck-Land

Kunstvolle Karten, wertvolle Spenden

© Domanig



Vom sperrigen Begriff „Neujahrsentschuldigungskarte" — der auf einen sozialen Brauch des 19. Jahrhunderts verweist — hat man sich verabschiedet, nun heißt es „Innsbrucker Glückwunschkarte". Doch am Grundgedanken hat sich nichts geändert: Zum vierten Mal legt der Innsbrucker Innenstadtverein heuer eine künstlerisch gestaltete, auf 300 Stück limitierte Karte auf — wobei der Reinerlös aus dem Verkauf zur Gänze der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft und der Aktion „Licht ins Dunkel" (Soforthilfe für Tiroler Familie­n) zugute kommt. Das heurige Motiv mit dem Titel „Withou­t difference and without separatio­n" stammt von der Künstlerin Nora Schöpfer, die 2018 mit dem Preis des Landes Tirol für zeitgenössische Kunst ausgezeichnet wurde. Das Werk zeigt ein geöffnetes Fenster und fliegende „Fraktale", also geometrische Muster: „Innen und Außen" würden sich im Bild relativieren, sagt die Künstlerin — was durchaus gesellschaftspolitisch zu verstehen ist. Die Herstellung der vierfarbigen, handsignierten Offsetlitographien samt Umschlag- und Beiblatt finanziert der Innenstadtverein, unterstützt von Antiquar Dieter Tausch, dem Kustos der Bibliothek des Ferdinandeums, Roland Sila, und Hörtenbergdruck in Telfs. Ab sofort sind die Karten für eine Spende von 120 Euro bei zahlreichen Innenstadtbetrieben sowie unter info@innenstadtverein.at erhältlich.

In Hall präsentieren der Lambichler-Sozialfonds der Männer-Kongegration und die Partisanergarde die „Neujahrsentschuldigungskarte 2019" für Hall und Umgebung am Freitag um 18 Uhr im Rathaussaal. Nach dem erfolgreichen Neustart der Entschuldigungskarte im Vorjahr (mit einem Motiv des Schönegger Künstlers Manuel Schmid) steuert heuer der in Absam lebende Oberländer Hans Seifert das Motiv bei. Der Reingewinn aus den 100-Euro-Spenden pro Karte kommt der „Arche Tirol" und lokalen Vinzenz-Vereinen zugute. (md)




Kommentieren


Schlagworte