Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 23.11.2018


Tirol

3000 junge Feuerwehrler messen sich 2019 in Telfs

Der erste Feuerwehrjugend-Leistungsbewerb der Alpenregionen führt Teilnehmer aus Tirol, Südtirol, dem Trentino und Bayern zusammen.

© LFV/Wegscheider



Von Michael Domanig

Telfs – Von 28. bis 30. Juni 2019 feiert eine spektakuläre Großveranstaltung in Telfs Premiere: der erste Feuerwehrjugend-Leistungsbewerb der Alpenregionen, ausgerichtet vom Tiroler Landes-Feuerwehrverband. „2009, damals aus Anlass des Hofer-Gedenkjahres, gab es schon einmal einen gemeinsamen Jugendbewerb für Tirol und Südtirol“, erinnert sich Landesbewerbsleiter Jörg Degenhart. Das Ereignis zehn Jahre später wird aber noch größere Dimensionen annehmen – schließlich wurde der Bewerb um die Nachbarregionen Bayern und Trentino erweitert.

Und so werden sich am Gelände des Telfer Sportzentrums in Summe rund 3000 (!) Jugendliche zwischen zehn und 15 Jahren messen. Der Bewerb besteht zum einen aus einer Hindernisbahn mit Wassergraben, Kriechtunnel und Laufbrett, die es möglichst fehlerlos zu meistern gilt, ehe an der Spritzwand voller Einsatz verlangt wird. Zudem wartet ein rasanter Staffellauf. Auf bis zu fünf Bahnen gleichzeitig werden die neunköpfigen Bewerbsgruppen alles geben – auch viel Arbeit für die 120 bis 130 Bewerter. Die Jugendlichen selbst werden schon Monate vorher emsig trainieren, in der finalen Phase bis zu dreimal wöchentlich.

„Die Bewerbe bringen sehr viel für die Ausbildung und für die Kameradschaft, die eine zentrale Voraussetzung für den Erfolg ist“, betont Degenhart. Für Landes-Feuerwehrkommandant Peter Hölzl geht es darum, „die Jugendlichen zusammenzuführen und zu vernetzen“. Nicht umsonst erfolgt die Unterbringung in einem gewaltigen Zeltlager westlich vom Sportzentrum. Die Teilnehmer aus Südtirol und dem Trentino werden sogar per Sonderzug gemeinsam anreisen. Und auch das in Italienisch, Deutsch und Ladinisch gehaltene Motto spricht Bände: „Unione, Gaudi, Amicizia“ (Zusammenhalt, Spaß, Freundschaft). Für die Organisatoren ist das Bewerbswochenende aber natürlich extrem fordernd – von der Verpflegung (durch die Freiwillige Feuerwehr Telfs) über das Rahmenprogramm mit Live-Musik, Spielen und Geschicklichkeitsparcours bis hin zu den nötigen Ladestationen für die Handys von 3000 Jugendlichen. Doch Hölzl rechnet mit einem reibungslosen Ablauf – die Vorbereitungen sind schon seit einem Jahr im Gange.