Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 24.11.2018


Bezirk Kitzbühel

Tirols Alpinpolizisten auf Fortbildung in St. Johann

Neue Sicherungsgeräte und deren Handhabung sowie praktische Übungen in der Kletterhalle standen auf dem diesjährigen Programm.

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© Michael Mader



Von Michael Mader

St. Johann i. T. – Einmal im Jahr treffen sich die alpinen Einsatzleiter der Polizei und deren Stellvertreter zu einer mehrtägigen Fortbildungsveranstaltung.

„Dabei werden alle Belange des Alpindienstes des Landes Tirol besprochen und dann in den jeweiligen Bezirken an die Mitglieder der alpinen Einsatzgruppen weitergegeben“, erklärt der alpine Einsatzleiter des Bezirkes Kitzbühel, Martin Hautz. Er hat das heurige Treffen organisiert, das vor Kurzem im Hotel Post in St. Johann stattgefunden hat.

Am ersten Tag der Veranstaltung werden vor allem die theoretischen Themen besprochen, am zweiten Tag folgt in der Regel der praktische Teil, bei dem immer verschiedene Schwerpunkte gesetzt werden. Dieses Mal wurden die Themen „Neue Sicherungsgeräte und deren Handhabung“ sowie „Hyperstatische Seile und Leinen im Bergsport“ abgehandelt. Hautz: „Vorgetragen durch den bekannten Alpinwissenschafter und Alpinsachverständigen Walter Würtl.“

Der praktische Teil fand gestern in der Kletterhalle des Kaiserbades in Ellmau statt. „Diese Fortbildung ist für uns sehr wichtig, damit unsere Standards weiterhin so hoch bleiben“, erklärt Hautz. Immerhin seien die Alpinpolizisten bei einem Unfall meist unter den Ersten vor Ort.

An der diesjährigen Koordinierungsveranstaltung nahmen 25 Beamte teil, mit Elisabeth Kendler von der Polizeiinspektion Erpfendorf die erste Polizeibergführerin im Bezirk. Sie hat die lange und intensive alpinistische Ausbildung vor Kurzem gleichzeitig mit Verena Egartner von der Polizeiinspektion St. Anton abgeschlossen. Laut Hautz will Egartner auch noch die zivile Bergführerausbildung absolvieren.

Frauen sind erst seit Ende der 90er-Jahre im Alpindienst der Polizei tätig. „In Tirol gibt es bei der Polizei somit drei Bergführerinnen. Darauf sind wir besonders stolz“, freut sich Generalmajor Norbert Zobl, der Leiter des Alpindienstes der Polizei in Tirol.

Mit Hauptmann Viktor Horvath vom Stadtpolizeikommando in Innsbruck nahmen an der Fortbildungsveranstaltung auch der designierte Nachfolger Zobls teil sowie wie der derzeitige Landesausbildungsleiter für den Alpindienst bei der Landespolizeidirektion Tirol, Erich Ladstätter, und dessen designierter Nachfolger Franz Markart.

Im Zuge der Fortbildungsveranstaltung werden aber immer auch Einsatzleiter bzw. Stellvertreter verabschiedet, die in den Ruhestand treten: Heuer sind dies Paul Gruber vom Bezirkspolizeikommando Kufstein und Franz Riepler, Kommandant der Polizeiinspektion Matrei in Osttirol. Gruber hat im Zuge seiner Alpintätigkeit an insgesamt 93 Bundes-, Landes- und Schulkursen teilgenommen, bei 78 davon als Lehrer. Riepler trat bei 27 von 61 Kursen auch als Vortragender auf.




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