Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 07.12.2018


Bezirk Kitzbühel

Club der attraktivsten Arbeitgeber gegründet

Tourismusbetriebe der Region Wilder Kaiser wollen sich mehr um ihre Mitarbeiter kümmern und bieten ihnen viele Vergünstigungen an.

© Michael MaderTVB-Obmann Johann Adelsberger unterzeichnet die Charta im Beisein von Projektleiterin Katie Tropper, TVB-Geschäftsführer Lukas Krösslhuber und TVB-Vorstand Manfred Hautz (von links).



Von Michael Mader

Going a. W. K. – Mit der Unterzeichnung der Charta beim Stanglwirt in Going am Donnerstagvormittag wurde es offiziell: Vorerst rund 15 touristische Betriebe der Region Wilder Kaiser haben sich laut Eigendefinition zum Club der attraktivsten Arbeitgeber zusammengeschlossen. „Das ist ein tolles Thema, das sehr wichtig für unsere touristische Zukunft ist“, betonte Johann Adelsberger, Obmann des Tourismusverbands Wilder Kaiser, bei der Präsentation.

Für Projektleiterin Katie Tropper ist das Mitarbeiterprogramm, das im heurigen Sommer gestartet worden ist, sogar eine Herzensangelegenheit: „Insgesamt 32 kostenlose Aktivitäten wurden angeboten, vom Canyoning über Klettern bis hin zum Golf-Schnupperkurs und Yoga.“ Mit der so genannten „Wilder Kaiser StaffCard“ sind unter anderem aber auch Ermäßigungen bei den Bergbahnen möglich. „Wir haben uns gedacht, dass wir aber auch noch etwas Handfestes dahinter brauchen“, erklärt Tropper die Idee der gemeinsamen Charta. Ziel sei es, das Arbeiten im Tourismus für Mitarbeiter und Unternehmer erstrebenswerter und freudvoller zu gestalten. „Damit wir uns das auch in stressigen Zeiten vor Augen führen können, wird es verschriftlicht“, heißt es seitens der Mitglieder im Club der attraktivsten Arbeitgeber. In der Charta heißt es unter anderem, dass man einen partnerschaftlichen Führungsstil pflege und Wert auf eine offene Kommunikation lege. Weiters soll die persönliche Entwicklung sowie die Aus- und Weiterbildung jedes Einzelnen gefördert werden und das Feedback der Mitarbeiter ernst genommen werden. Zu letzterem Punkt soll in Zukunft eine kurze Online-Befragung eingeführt werden.

TVB-Geschäftsführer Luka­s Krösslhuber betont, „dass nun die Speerspitze der Betriebe in der Region vorangeht und die anderen in ihrem Sog mitnimmt“. Jeder Betrieb, der der Charta zustimmt, könne mitmachen. Die Koordinationskosten belaufen sich auf rund 25.000 Euro im Jahr und werden vom TVB übernommen. Für die Zukunft sind noch einige Dinge geplant: So sollen die Mitarbeiter u. a. alle Vergünstigungen erhalten, welche die Gästekarte beinhaltet, und Zugang zu den hausinternen Kinderbetreuungen erhalten. Überlegt wird sogar ein Shuttle-Dienst für Mitarbeiter, die in der „Inntalfurche“ wohnen.