Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 07.12.2018


Osttirol

Gütesiegel: Gutes Essen aus dem Nationalpark

Lebensmittel, die aus Rohstoffen der Parkregion bestehen und auch im Nationalpark bzw. im Bezirk Lienz produziert werden, erhalten das Gütesiegel „Nationalpark-­Regionsprodukt“.


© NPHT/JurgeitLHStv. Felipe (2. v. r.), die Produzenten Philipp Jans (r.) und Hannes Rieple­r sowie Claudia Nussbaumer von der Almsennerei Tauer.



Von Catharina Oblasser

Lienz – Urlaubsgäste sollen ein Stück Osttirol mit nach Hause nehmen können. Dies­e Idee steht hinter einer Kooperation von Nationalpark Hohe Tauern und Tourismusverband Osttirol, die sich um Lebensmittel aus der Nationalparkregion dreht. LHStv. Ingrid Felipe, Nationalparkdirektor Hermann Stotter und die Hersteller der Lebensmittel präsentierten das Vorhaben in Lienz. Lebensmittel, die aus Rohstoffen der Parkregion bestehen und auch im Nationalpark bzw. im Bezirk Lienz produziert werden, erhalten das Gütesiegel „Nationalpark-­Regionsprodukt“.

„Es geht dabei um Qualitätserzeugnisse aus der Nationalparkregion, die Verbundenheit mit dem Park und Authentizität zum Ausdruck bringen“, erklärt Felipe. Zurzeit dürfen vier Produzenten dieses Siegel verwenden. Sie erzeugen hauptsächlich Käse, Getreideprodukte, Schnaps, Trockenobst und Tee. „Für uns ist es eine Auszeichnung, wenn das Nationalpark-Siegel auf unseren Erzeugnissen ist“, meint Philipp Jans, einer der Produzenten. Weitere Hersteller sollen sich zur Gruppe dazugesellen. „Uns ist aber die Qualität der Produkte wichtiger als die Quantität“, merkt Felipe an.

Die Landeshauptmannstellvertreterin ist auch Vorsitzende des Nationalpark-Kuratoriums. Gemeinsam mit Direktor Stotter stellte sie das Budget vor, das mit knapp einer Million Euro für 2019 unverändert bleibt. Stotter zieht Bilanz über die Tätigkeit: In der Saison 2017/2018 seien rund 49.000 Personen von Nationalpark-Rangern betreut worden, sagt er. Das nächste große Vorhaben ist der Bau des Wildtier-Beobachtungsturms im Oberhauser Zirbenwald (St. Jakob). „Wir planen, den Turm Ende Juli 2019 zu eröffnen“, sagt der Nationalpark-Direktor.