Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 07.12.2018


Innsbruck

Klassen bleiben bestehen: Garantie für Musikvolksschulen

Laut Land und Ministerium bleiben die Klassen im Rahmen der Schulautonomie bestehen.

© iStockphotoIn den Musikvolksschulen wird auch in Zukunft aufgespielt.



Innsbruck – Im Rahmen eines österreichweiten Aktionstages haben vergangene Woche Eltern, Schüler und Lehrer gegen das drohende Aus von Volksschulen mit musikalischem Schwerpunkt protestier­t. Wie berichtet, wären in Tirol knapp 30 Schulen mit rund 800 Kindern davon betroffen. Hintergrund der Befürchtungen: In einem Schulversuch-Grundsatzerlass des Ministeriums sind die Schwerpunktklassen nicht mehr als Schulversuch definiert. Für Verunsicherung sorgte zudem die Tatsache, dass im Zuge der Bildungsreform im entsprechenden Bundesgesetz vor zwei Jahren festgeschrieben wurde, dass laufende Schulversuche bis spätestens zum Jahr 2025 auslaufen müssen.

„Im Rahmen der Schulautonomie können aber Klassen mit musikalischem Schwerpunkt selbstverständlich weitergeführt werden“, stellt nun der Generalsekretär des Bildungsministeriums, Martin Netzer, klar. Die Entscheidung liege damit bei der Schule, die Verantwortung der Genehmigung bei der zuständigen Landesbildungsdirektion. Die bisher drei Wochenstunden Musikerziehung in Musikvolksschulen werden sich künftig aus der einen Pflichtstunde sowie aus einer Stunde im Rahmen der Schulautonomie und einer Unterrichtseinheit als unverbindliche Übung zusammensetzen.

Aus dem Büro von Bildungslandesrätin Beate Palfrader hieß es dazu gestern: „Volksschulen mit musikalischem Schwerpunkt werden diesen auch in Zukunft im Rahmen der Schulautonomie weiterführen können. Das Land stellt weiterhin die dafür notwendigen Ressourcen zur Verfügung.“ (np)