Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 10.12.2018


Osttirol

Alle Wege führen Pilger nach Rom

Das Projekt “Romea Strata“, die Vernetzung der Pilgerwege, soll in Zukunft ein breites Publikum begeistern.

Die Projektpartner Guido Pizzamano, Emanuela Fogagnolo, Paola Rivolt, Marco Marinuzzi, Hannes Rohracher, Erica Zanon, Liebgard Fuchs, Luca Villa, Gabriele Lehner, Valter Orsi, Michela Bellotto, Stefania Torresan und Don Raimondo Sinibaldi (v.?l.) bei der

© Daniela AguDie Projektpartner Guido Pizzamano, Emanuela Fogagnolo, Paola Rivolt, Marco Marinuzzi, Hannes Rohracher, Erica Zanon, Liebgard Fuchs, Luca Villa, Gabriele Lehner, Valter Orsi, Michela Bellotto, Stefania Torresan und Don Raimondo Sinibaldi (v.?l.) bei der



Von Daniela Agu

Dölsach – Ein Weg des Glaubens und der Kultur mit der Bezeichnung „Romea Strata“ soll in Zukunft ein breites Publikum begeistern. Das ist das Ziel des Interreg-Projekts Österreich-Italien. Vier Partner arbeiten zusammen: die Gemeinde Schio, das Pilgerbüro der Diözese Vicenza, die Provinz Udine (deren Agenden 2018 die „Fondazione Aquilea“ übernommen hat) sowie das Bildungshaus Osttirol. Die Partner hatten zu einer Präsentation in Osttirols Römerstadt Aguntum geladen.

Die Romea Strata gehört zum antiken und religiösen Wegenetz, welches von Nordeuropa nach Rom führte. Dieses Wegenetz kreuzt auch andere bedeutende Pilgerrouten Mittel- und Osteuropas, wie etwa den Jakobsweg. Das Ziel dabei ist immer Rom. Im Interreg-Projekt geht es um die Erarbeitung eines religiös-geschichtlich-kulturellen Themenweges.

Valter Orsi, der Partner aus Schio, sieht die Belebung und Vernetzung der Pilgerwege als Pilotprojekt. „Nicht nur Regionen werden verbunden, sondern auch historische Stätten dem Tourismus zugänglich gemacht.“ Don Raimondo Sinibaldi, Direktor des Pilgerbüros der Diözese Vicenza, hält fest, dass alle Routen des Projekts nach Rom führen. Geschichte, Kunst und Tradition übten schon in früheren Jahrhunderten eine große Faszination auf Pilger aus. Marco Marinuzzi aus Aquilea berichtete vom Werk des Klerikers Venantius Fortunatus über das Leben des heiligen Martin. „Darin sind Aquilea, Zuglio und Aguntum erwähnt. Diesen Text wollen wir aufarbeiten und einem breiten Publikum zugänglich machen“, verspricht er.

Das Bildungshaus Osttirol hat bereits den Bergpilgerweg „Hoch und Heilig“ ins Leben gerufen, wie Leiterin Gabriele Lehner schildert. Das Zentrum bietet Exemplare der Romea-Strata-Führer an, die Details zu den Pilgerrouten in Osttirol, Friaul, Julisch-Venetien und der Provinz Vicenza beinhalten. Dieses ist nur eines der Kommunikationsmaterialien, die im Arbeitspaket umgesetzt wurden. Es wurde auch ein Dokumentarfilm zu den Pilgerrouten gedreht.

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