Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 11.12.2018


Bezirk Kufstein

Jede Sekunde zählte: „Zweites Leben“ für Familienvater

Vor sieben Wochen passierte dem 46-jährigen Elektriker, womit er in diesem Alter nie gerechnet hätte: ein Atem- und Kreislaufstillstand.

Patient Günther Leitner (3. v. r.) und Ehefrau Maria Leitner dankten dem Flugrettungsteam von Heli 3: Flugretter Peter Schuster, Notarzt Stefan Rödig und Pilot Roberto Ferraz (v. l.).

© zoom.tirolPatient Günther Leitner (3. v. r.) und Ehefrau Maria Leitner dankten dem Flugrettungsteam von Heli 3: Flugretter Peter Schuster, Notarzt Stefan Rödig und Pilot Roberto Ferraz (v. l.).



Breitenbach, Langkampfe­n – Ein Kuchen mit einem Helikopter ist nur ein symbolischer Dank, denn in Worte kann Familie Leitner aus Breitenbach diesen gar nicht fassen. Dass Familienvater Günther Leitner der Flugrettungsmannschaft am Wochenende selbst für ihren Einsatz danken konnte, beruht nicht nur auf Glück, sondern auch auf dem Wissen und Engagement aller beteiligten Retter.

Vor sieben Wochen passierte dem 46-jährigen Elektriker, womit er in diesem Alter nie gerechnet hätte: ein Atem- und Kreislaufstillstand, den er nur durch die Laienreanimation seiner Ehefrau Maria und den 75-minütigen Einsatz der Flugrettung samt Rettungsdienst überlebte.

Schon am Nachmittag klagte der gebürtige Steirer über ein Ziehen im Arm und Genickschmerzen, wollte sich daher hinlegen und ausruhen. Gegen 15 Uhr fand dann die Frau ihren Mann reglos auf der Couch liegend.

Sofort verständigte sie die Rettungskräfte und begann laut Telefon-Anweisungen der Leitstellenmitarbeiter mit der lebensrettenden Reanimation. Per Heli wurde Leitner in die Klinik in Innsbruck geflogen, wo ihn die Ärzte wieder ins Leben zurückholten.

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Der Familienvater lebt nun mit drei Stents im Herzen und erholt sich derzeit im Reha­zentrum Münster. Sein „zweites Leben“, wie er sagt, will er nun bewusster angehen. Ein Besuch bei seinen Rettern am Heli-Stützpunkt in Langkampfen stand dabei ganz oben auf der Liste. (TT)