Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 12.01.2019


Exklusiv

Für Schul-Abriss in der Sillgasse fehlt weiter eine Unterschrift

Die Ausschreibung für den Neubau des Gymnasiums Sillgasse läuft. Doch eine finale Freigabe für das Projekt steht weiterhin aus.

Wann in der Sillgasse die Bagger auffahren können, steht derzeit noch nicht wirklich fest.

© WittingWann in der Sillgasse die Bagger auffahren können, steht derzeit noch nicht wirklich fest.



Von Marco Witting

Innsbruck – Tag der offenen Tür. Für das Gymnasium in der Sillgasse steht die alljährliche Einladung an die Bevölkerung heute auf dem Stundenplan. Am Ausweichstandort. Und die Containeranlage, in der die Schule seit Herbst ja residiert, wird sicher viele neugierige Blicke auf sich ziehen. Im Stammhaus der Schule in der Sillgasse ist die Tür unterdessen geschlossen. Dass überhaupt noch eine Tür drinnen ist, liegt daran, dass das Projekt letztlich noch immer nicht unterschrieben ist.

Und das, obwohl die Ausschreibungen für Abbruch und Baugrube bereits in wenigen Tagen zu Ende gehen. Bei der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) bestätigt man: „Es fehlt uns noch die finale Freigabe“, sagt Sprecher Ernst Eichinger. Man wolle aber alle Vorbereitungen treffen, damit man dann zügig mit den Arbeiten beginnen könne. Theoretisch sei es möglich, dass die Abbrucharbeiten im März (nach den entsprechenden Genehmigungen und Bewilligungen) beginnen.

Das Warten auf Unterschriften aus den Ministerien, das hat bei Projekten in Tirol ja durchaus schon Tradition – zuletzt etwa beim Umbau/Neubau der Pädagogischen Hochschule Tirol. Wie lange es dauert, bis die fehlenden Unterschriften vorliegen, das ist weiter unklar. Direktor Harald Pittl hat darüber „keine Informationen“. Man habe sich im Ausweichquartier aber mittlerweile gut eingelebt.

Hinter vorgehaltener Hand ist zu hören, dass die BIG erst dann mit dem Abriss beginnen möchte, wenn das Projekt endgültig abgesegnet ist. Der ursprüngliche Plan war, das Gebäude in der Sillgasse nach der Rad-WM im Herbst abzureißen. Rund zweieinhalb Jahre soll die Bauzeit für den Neubau und die Erweiterung der Schule dann brauchen. Ob der Plan, bis 2021 ins neue Gebäude zu übersiedeln, gehalten werden kann, wird davon abhängen, wann die Freigabe erfolgt.