Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 15.01.2019


Bezirk Kitzbühel

Feuerwehr Waidring hatte Probleme mit dem Salzburger Digitalfunk

Bei einer gemeinsamen Großübung im Lärchbergtunnel in Lofer im vergangenen November, mit beteiligten Rettungsorganisationen aus dem Salzburger Saalachtal und eben der so genannten Portal-Feuerwehr Waidring auf der Tiroler Seite des Tunnels, funktionierte der digitale Funkverkehr nicht.

Die Geehrten der Feuerwehr Waidring mit BM Georg Hochfilzer und Bezirkskommandant Karl Meusburger.

© WörgötterDie Geehrten der Feuerwehr Waidring mit BM Georg Hochfilzer und Bezirkskommandant Karl Meusburger.



Waidring – Verkehrsunfälle und technische Einsätze sind für die Waidringer Feuerwehr beinahe an der Tagesordnung. Hauptgrund ist die B178, die stark befahrene Transit- und Verbindungsstrecke zwischen Salzburg/Lofer und Wörgl. Im Rahmen der Vollversammlung am Freitag berichtete Kommandant Michael Seibl nach einem umfassenden Tätigkeitsbericht von einem länderübergreifenden Problem, das sich im Ernstfall fatal auswirken könnte. Bei einer gemeinsamen Großübung im Lärchbergtunnel in Lofer im vergangenen November, mit beteiligten Rettungsorganisationen aus dem Salzburger Saalachtal und eben der so genannten Portal-Feuerwehr Waidring auf der Tiroler Seite des Tunnels, funktionierte der digitale Funkverkehr nicht. „Es war nicht möglic­h, mit den Salzburgern auf demselben Kanal zu kommunizieren“, bestätigte der Waidringe­r Kommandant und ergänzte: „Wir in Tirol bzw. unsere Feuerwehr hat bereits vor zwölf Jahren auf Digitalfunk umgestellt, das Land Salzburg erst im Jahr 2018 und das erfordert noch eine genaue Abstimmung.“

Bezirkskommandant Karl Meusburger versichert: „Auch bundesländerübergreifend muss der uneingeschränkte Funkverkehr möglich sein, sonst kann ein Einsatz im Grenzgebiet Menschenleben kosten. Gemeinsam mit der Landeswarnzentrale Salzburg und den Behörden ist der Bezirksfeuerwehrverband Kitzbühel um eine Lösung bemüht.“

Besonders stolz auf seine bestens ausgebildete Mannschaft ist neben dem Feuerwehrkommandanten auch der Waidringer Bürgermeister Georg Hochfilzer. „75 Aktive und 36 absolvierte Kursbesuche an der Landesfeuerwehrschule dokumentieren eure große Bereitschaft zur Weiterbildung und den hohen Ausbildungsstand unserer Feuerwehr.“

Mit der Bitte des Bezirkskommandanten, sich eventuell doch noch für den Landesfeuerwehr-Leistungsbewerb 2020 zu bewerben, ging die Versammlung zu Ende. Im Mai 2019 wird der 57. Landesbewerb mit rund 3000 Teilnehmern in Breitenwang/Mühl ausgetragen, für 2020 wird noch ein Veranstalter gesucht. (rw)